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Goldpreis steigt auf höchsten Stand seit April

Nahost-Konflikt und Zinsspekulationen treiben Anleger in sichere Häfen

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Goldpreis steigt auf höchsten Stand seit April

Die Goldpreise haben am Montag ein Niveau nahe eines Zweimonatshochs erreicht. Hintergrund ist die wachsende Nachfrage nach sicheren Anlageformen infolge eskalierender Spannungen zwischen Israel und dem Iran. Der Preis für Spot-Gold notierte zuletzt bei 3.428,89 US-Dollar je Feinunze, nachdem er zuvor den höchsten Stand seit dem 22. April erreicht hatte. Die Terminkontrakte auf Gold in den USA gaben leicht um 0,1 Prozent auf 3.448,10 US-Dollar nach.

Marktbeobachter führen die jüngste Aufwärtsbewegung auf die zunehmende geopolitische Unsicherheit zurück. Der Analyst Kelvin Wong von OANDA sprach von einem steigenden politischen Risikoprämienaufschlag im Zusammenhang mit dem Iran-Israel-Konflikt. Seiner Einschätzung zufolge bleibt der kurzfristige Aufwärtstrend intakt. Ein Widerstandsniveau sei bei 3.500 US-Dollar auszumachen, mit Potenzial für weitere Kursgewinne darüber hinaus.

Am Wochenende hatten Israel und Iran neue Angriffe aufeinander gestartet, die sowohl zivile Opfer forderten als auch Befürchtungen vor einer weiteren Ausweitung des Konflikts in der Region nährten. Beide Streitkräfte forderten die Bevölkerung des jeweils anderen Landes zur Vorsicht vor weiteren Angriffen auf. US-Präsident Donald Trump äußerte die Hoffnung auf eine Einigung zwischen beiden Staaten, stellte jedoch fest, dass Konflikte manchmal militärisch ausgetragen werden müssten.

Gold gilt traditionell als sicherer Hafen in Zeiten geopolitischer oder wirtschaftlicher Unsicherheit. Die aktuelle Entwicklung unterstreicht diese Funktion einmal mehr. Parallel zum Goldpreis verzeichneten auch andere Edelmetalle teils deutliche Kursbewegungen: Während Silber leicht um 0,1 Prozent auf 36,28 US-Dollar fiel, legte Platin um 0,4 Prozent auf 1.233,12 US-Dollar zu. Palladium stieg um 1,4 Prozent auf 1.041,85 US-Dollar.

Im weiteren Wochenverlauf richten sich die Blicke der Anleger auf geldpolitische Entscheidungen wichtiger Zentralbanken, insbesondere auf die US-Notenbank Federal Reserve. Die Fed wird am Mittwoch ihre Zinsentscheidung bekannt geben. Marktteilnehmer erwarten mehrheitlich eine Beibehaltung des aktuellen Leitzinsniveaus, hoffen jedoch auf Hinweise zu möglichen Zinssenkungen im weiteren Jahresverlauf. An den Terminmärkten wird derzeit mit zwei Zinssenkungen bis Jahresende gerechnet, die erste davon womöglich bereits im September.

Unterdessen verzeichneten die US-Aktienmärkte am Freitag spürbare Verluste. Der Dow Jones Industrial Average gab um etwa 1,8 Prozent nach, der S&P 500 verlor mehr als 1 Prozent, und der Nasdaq-Index sank um 1,3 Prozent. Die Rückgänge wurden maßgeblich durch die anhaltenden Kämpfe im Nahen Osten ausgelöst.

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