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Goldpreis fällt leicht nach Rekordhoch

Gewinnmitnahmen bremsen Anstieg – politische Unsicherheiten stützen Nachfrage

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Goldpreis fällt leicht nach Rekordhoch

Goldpreise gaben am Freitag leicht nach, nachdem Investoren Gewinne aus dem vorherigen Rekordhoch mitnahmen. Dennoch zeichnete sich die achte aufeinanderfolgende Wochensteigerung ab, gestützt durch eine starke Nachfrage nach sicheren Anlageformen. Die zunehmenden Unsicherheiten hinsichtlich der globalen Wirtschaftsentwicklung und die politischen Spannungen trugen zur anhaltenden Attraktivität von Gold bei. Der Preis für Spotgold sank um 0,1 Prozent auf 2.939,63 US-Dollar je Unze. Zuvor hatte das Edelmetall am Donnerstag mit 2.954,69 US-Dollar ein neues Rekordhoch erreicht und verzeichnete für die Woche insgesamt einen Anstieg von etwa 1,9 Prozent. Auch die US-Goldfutures schlossen 0,1 Prozent niedriger bei 2.953,20 US-Dollar.

Laut Marktanalysten entspricht die jüngste Kursbewegung einem typischen Muster von neuen Höchstständen, gefolgt von Gewinnmitnahmen. Die fundamentalen Faktoren für Gold blieben jedoch stabil. Die Nachfrage werde insbesondere durch westliche Investoren und Zentralbanken gestützt. Auch Anleger in börsengehandelten Fonds zeigten verstärktes Interesse. Seit Beginn des Jahres sei der Goldpreis bereits um 11,5 Prozent gestiegen. Die politischen Entwicklungen in den USA hätten ebenfalls Einfluss auf den Markt. Neue Zollpläne der Regierung von Präsident Donald Trump, die unter anderem Einfuhrzölle auf Holz, Forstprodukte, Autos, Halbleiter und pharmazeutische Produkte umfassen, verstärkten die Besorgnis über mögliche Handelskonflikte. Diese Maßnahmen folgten auf bereits verhängte zusätzliche Zölle von 10 Prozent auf chinesische Importe sowie 25 Prozent auf Stahl und Aluminium.

Trotz der gestiegenen Goldpreise sei die Flucht in sichere Anlagen noch nicht vollständig ausgeprägt. Viele Investoren hielten ihr Kapital weiterhin zurück. Auch die Geldpolitik der US-Notenbank wurde genau beobachtet. Trumps Wirtschaftspolitik werde als inflationstreibend eingestuft, was die Federal Reserve dazu veranlassen könnte, ihre Zinssätze auf einem hohen Niveau zu belassen. Höhere Zinsen verringern in der Regel die Attraktivität von Anlagen wie Gold, die keine laufenden Erträge abwerfen. An den US-Börsen kam es am Freitag zu deutlichen Kursverlusten. Der Dow Jones und der S&P 500 fielen jeweils um etwa 1,7 Prozent, während der technologieorientierte Nasdaq um mehr als 2 Prozent nachgab.

Auch andere Edelmetalle verzeichneten Kursbewegungen. Der Preis für Silber sank um 0,9 Prozent auf 32,64 US-Dollar je Unze, Palladium verlor 0,7 Prozent und notierte bei 970,45 US-Dollar. Beide Metalle befanden sich trotz der Tagesverluste auf Kurs für Wochengewinne. Platin hingegen fiel um 1,1 Prozent auf 967,40 US-Dollar und steuerte auf ein wöchentliches Minus zu.

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