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Goldpreis erreicht neues Rekordhoch durch Handelskonflikt

Zolldrohungen der USA und Notenbankpolitik treiben die Nachfrage nach Edelmetallen

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Goldpreis erreicht neues Rekordhoch durch Handelskonflikt

Die Goldpreise sind am Mittwoch auf ein neues Rekordhoch gestiegen, da Spannungen im Handelskrieg und Sorgen über das globale Wirtschaftswachstum die Nachfrage nach dem als sicher geltenden Edelmetall angetrieben haben. Der Spotgoldpreis stieg um 0,3 Prozent auf 2.943,25 US-Dollar je Unze, nachdem er zuvor in der Sitzung ein Allzeithoch von 2.946,75 US-Dollar je Unze erreicht hatte. Damit verzeichnete der Goldpreis in diesem Jahr bereits zum neunten Mal ein Rekordhoch. Die US-Goldfutures legten um 0,4 Prozent auf 2.961,00 US-Dollar zu.

Marktbeobachter führen den jüngsten Anstieg des Goldpreises auf die Ankündigung neuer Zölle durch den US-Präsidenten Donald Trump zurück. Trump erklärte, er beabsichtige, Autozölle in Höhe von etwa 25 Prozent einzuführen und ähnliche Abgaben auf Halbleiter sowie pharmazeutische Produkte zu erheben. Bereits seit seinem Amtsantritt hatte Trump eine Reihe von Handelszöllen verhängt, darunter einen zehnprozentigen Zoll auf chinesische Importe sowie einen 25-prozentigen Zoll auf Stahl und Aluminium.

Analysten sehen in diesen Entwicklungen einen wesentlichen Treiber für die jüngste Goldrally. Laut Zain Vawda, Marktanalyst bei MarketPulse von OANDA, könnten die neuen Zolldrohungen den Weg für einen Anstieg des Goldpreises in Richtung der Marke von 3.000 US-Dollar je Unze ebnen. Giovanni Staunovo, Analyst bei der UBS, geht davon aus, dass die Zentralbanken ihre Goldkäufe nicht einstellen werden, sondern ihre Reserven weiterhin in Gold diversifizieren, was den Goldpreis zusätzlich stützen dürfte.

Gold gilt in wirtschaftlich unsicheren Zeiten als Absicherung gegen Inflation und geopolitische Risiken. Allerdings verringern steigende Zinssätze die Attraktivität des zinslosen Edelmetalls. Im Fokus der Marktteilnehmer steht daher auch die Zinsentwicklung der US-Notenbank Federal Reserve. Die Protokolle der Sitzung der Zentralbank vom Januar sollen noch im Laufe des Tages veröffentlicht werden. Laut Vawda dürfte ein möglicher belastender Einfluss auf den Goldpreis durch die Veröffentlichung der FOMC-Protokolle nur von kurzer Dauer sein.

Auch die Preise für andere Edelmetalle bewegten sich am Mittwoch. Der Spotpreis für Silber, das in elektrischen Bauteilen Verwendung findet, stieg um 0,4 Prozent auf 32,99 US-Dollar je Unze. Platin, das unter anderem in Autokatalysatoren eingesetzt wird, fiel um 0,6 Prozent auf 981,56 US-Dollar. Palladium legte um 0,1 Prozent auf 987,75 US-Dollar zu. Han Tan, Chefmarktanalyst der Exinity Group, wies darauf hin, dass die Einführung von Zöllen zwar die industrielle Nachfrage nach Silber belasten könnte, das Metall jedoch aus Bewertungssicht weiter zulegen könnte, sofern die positive Korrelation mit Gold bestehen bleibe.

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