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Goldpreis steigt auf neues Rekordhoch

Handelskriegssorgen und Zölle treiben Anleger in sichere Häfen

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Goldpreis steigt auf neues Rekordhoch

Die Goldpreise sind am Freitag gestiegen und befinden sich auf dem Weg zu einem siebten wöchentlichen Anstieg in Folge. Hintergrund ist die zunehmende Besorgnis über einen möglichen globalen Handelskrieg, nachdem der US-amerikanische Präsident Donald Trump Pläne für sogenannte reziproke Zölle vorgestellt hat. Der Spot-Goldpreis erhöhte sich um 0,3 Prozent auf 2.936,99 US-Dollar je Unze. Damit beläuft sich der wöchentliche Zuwachs auf 2,6 Prozent. Bereits am Dienstag erreichte der Goldpreis ein Rekordhoch von 2.942,70 US-Dollar.

Auch die US-Gold-Futures verzeichneten einen Anstieg von 0,6 Prozent auf 2.961,30 US-Dollar. Analysten führen die anhaltende Nachfrage nach Gold auf die Unsicherheit hinsichtlich der Handelspolitik der Trump-Regierung sowie auf Bedenken bezüglich der Zölle und der allgemeinen Außenpolitik zurück. Nicholas Frappell, globaler Leiter der institutionellen Märkte bei ABC Refinery, erklärte, dass diese Unsicherheiten weiterhin die Nachfrage nach Gold als sicheren Hafen stützen.

Trump hatte seine wirtschaftspolitischen Berater am Donnerstag angewiesen, Pläne für reziproke Zölle auszuarbeiten. Diese Zölle sollen auf Länder erhoben werden, die ihrerseits Abgaben auf US-Importe erheben. Eine solche potenziell inflationäre Maßnahme könnte die Attraktivität von Gold als Inflationsschutz und Absicherung gegen geopolitische Unsicherheiten weiter erhöhen.

Der am Donnerstag veröffentlichte Erzeugerpreisindex (PPI) der USA sorgte jedoch für eine leichte Entspannung der Inflationssorgen, nachdem ein zuvor höher als erwarteter Verbraucherpreisindex (CPI) die Märkte verunsichert hatte. Marktteilnehmer rechnen dennoch damit, dass die US-Notenbank Federal Reserve frühestens im September die Zinsen senken könnte. Ein Rückgang der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe signalisiert zudem die Widerstandsfähigkeit des US-Arbeitsmarktes.

Der Analyst Ilya Spivak von der Analyseplattform Tastylive sieht den weiteren Weg des Goldpreises eher nach oben gerichtet. Er hält es für möglich, dass die Marke von 3.000 US-Dollar je Unze in den Blick rückt. Auf den physischen Märkten zeigte sich jedoch eine Abschwächung der Nachfrage. In Indien sorgten die Rekordpreise für einen Rückgang der Käufe im Einzelhandel, was Händler dazu veranlasste, Rabatte anzubieten. Auch in China blieb die Nachfrage nach dem Ende der Feierlichkeiten zum chinesischen Neujahrsfest verhalten.

Bei anderen Edelmetallen stieg der Spotpreis für Silber um fast 3 Prozent auf 33,30 US-Dollar je Unze. Platin verteuerte sich um 1 Prozent auf 1.004,57 US-Dollar je Unze, während Palladium um 0,2 Prozent auf 992,00 US-Dollar fiel. Alle drei Metalle befinden sich ebenfalls auf Kurs für wöchentliche Gewinne.

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