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Goldpreis steigt wegen Zollunsicherheit in den USA

Markt reagiert auf Trumps Handelspolitik und Zentralbankprognosen bis 2025

2 Min
Goldpreis steigt wegen Zollunsicherheit in den USA

Goldpreise haben am Dienstag ihre Gewinne ausgebaut, da die anhaltende Unsicherheit über die Zollpläne des US-Präsidenten Donald Trump die Marktstimmung weiter bestimmte und die Nachfrage nach dem als sicher geltenden Edelmetall stärkte. Anleger befürchten eine mögliche weltweite Handelsspannung, was den Goldkurs stützt. Der Preis für Spotgold stieg um 0,6 Prozent auf 2.913,79 US-Dollar je Unze. Die US-Gold-Futures legten um 0,9 Prozent auf 2.925,50 US-Dollar zu.

Ein Analyst von Capital.com erklärte, dass die anhaltenden Käufe durch Zentralbanken sowie mögliche Engpässe in Europa auf eine starke Nachfrage nach Gold in den Vereinigten Staaten hindeuteten. Diese sei unter anderem darauf zurückzuführen, dass Marktteilnehmer Gold ins Land bringen wollten, um möglichen Zöllen zuvorzukommen. Der Analyst betonte, dass der Trend für Gold weiterhin positiv sei und die fundamentalen Bedingungen für den Anstieg sprächen.

Seit seiner Amtseinführung im Januar hat Trump bereits eine Reihe von Handelsmaßnahmen ergriffen. Dazu gehört die Einführung eines 10-prozentigen Zolls auf chinesische Importe, die Ankündigung und anschließende Verschiebung von 25-prozentigen Zöllen auf Waren aus Mexiko sowie auf nicht-energetische Importe aus Kanada. Zudem wurde ein Datum für die Einführung von 25-prozentigen Zöllen auf Stahl- und Aluminiumimporte festgelegt. Trump plant darüber hinaus die Erhebung von Reziprozitätszöllen auf Länder, die US-Importe besteuern.

Goldman Sachs hat seine Prognose für den Goldpreis zum Jahresende 2025 auf 3.100 US-Dollar pro Unze angehoben. Zuvor lag die Schätzung bei 2.890 US-Dollar. Als Begründung nannte die Bank die strukturell gestiegene Nachfrage durch Zentralbanken. Die Analysten merkten an, dass der Preis unter anhaltender politischer Unsicherheit, insbesondere durch die Zollthematik, sogar bis auf 3.300 US-Dollar je Unze steigen könnte.

Das Edelmetall hatte am 11. Februar mit 2.942,70 US-Dollar ein Rekordhoch erreicht. Gold gilt traditionell als Absicherung gegen Inflation und wirtschaftliche Unsicherheiten. Während die Entwicklung der Handelszölle im Fokus bleibt, richten sich die Blicke der Marktteilnehmer auch auf die Veröffentlichung des Protokolls der Januar-Sitzung der US-Notenbank am Mittwoch. Anleger erhoffen sich Hinweise darauf, wie die Währungshüter die zunehmenden Risiken für die Wirtschaft bewerten.

Fed-Gouverneurin Michelle Bowman äußerte sich am Montag dahingehend, dass sie vor weiteren Zinssenkungen eine größere Gewissheit über die Rückkehr der Inflation auf ein niedrigeres Niveau haben wolle. Insbesondere die Unsicherheiten im Zusammenhang mit der neuen Handels- und Wirtschaftspolitik spielten dabei eine Rolle. Der Silberpreis fiel um 0,9 Prozent auf 32,50 US-Dollar je Unze. Platin verteuerte sich um 0,9 Prozent auf 985,20 US-Dollar, während Palladium um 1,6 Prozent auf 978,00 US-Dollar anstieg.

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