ANZEIGE

Goldpreis erreicht Dreiwochenhoch nach Zollandrohung

US-Strafzölle auf EU und Mexiko befeuern Flucht in sichere Anlagen

2 Min
Goldpreis erreicht Dreiwochenhoch nach Zollandrohung

Die Aussicht auf neue Handelszölle der Vereinigten Staaten hat die Nachfrage nach Gold als sicherem Hafen spürbar angekurbelt. Der Goldpreis erreichte am Montag mit 3.354,83 US-Dollar je Feinunze den höchsten Stand seit drei Wochen. Zeitweise notierte das Edelmetall damit auf dem höchsten Niveau seit dem 23. Juni. Die US-Gold-Futures legten ebenfalls zu und stiegen um 0,2 Prozent auf 3.371 US-Dollar.

Auslöser für die Preisbewegung war eine Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, wonach ab dem 1. August Einfuhrzölle in Höhe von 30 Prozent auf Waren aus der Europäischen Union und Mexiko erhoben werden könnten. Hintergrund ist das Scheitern von Verhandlungen über ein umfassendes Handelsabkommen mit den beiden wichtigen Handelspartnern der Vereinigten Staaten. Beide Seiten bezeichneten die angedrohten Maßnahmen als ungerecht und wirtschaftlich schädlich. Die Europäische Union kündigte an, ihre Gegenmaßnahmen vorerst auszusetzen, um weitere Gespräche zu ermöglichen.

Marktbeobachter sehen die zunehmende Unsicherheit in der internationalen Handelspolitik als zentralen Treiber der aktuellen Goldnachfrage. Laut Einschätzung von Marktanalyst Kelvin Wong von OANDA kehre die Flucht in sichere Anlageklassen zurück, da die Unsicherheit über den weiteren Kurs der US-Handelspolitik wachse. Sollte sich der Goldpreis über der Marke von 3.360 US-Dollar behaupten, seien aus technischer Sicht weitere Kursgewinne in Richtung 3.435 US-Dollar denkbar.

Gleichzeitig richtet sich der Blick der Anleger auf die bevorstehenden Inflationsdaten aus den USA, die am Dienstag veröffentlicht werden sollen. Diese dürften entscheidende Hinweise auf den weiteren Zinspfad der US-Notenbank geben. Derzeit preisen die Finanzmärkte Zinssenkungen um insgesamt etwas mehr als 50 Basispunkte bis Jahresende ein. In einem Umfeld niedriger Zinsen gewinnt Gold als zinslose Anlageform tendenziell an Attraktivität.

Gedämpft wurde der Anstieg des Goldpreises jedoch durch einen leicht festeren US-Dollar. Der Dollar-Index legte gegenüber einem Währungskorb um 0,1 Prozent zu und verteuerte Gold damit für Käufer außerhalb des Dollar-Raums. Darüber hinaus reduzierten spekulative Anleger laut Daten der US-Terminmarktaufsicht CFTC ihre Netto-Long-Positionen auf Gold in der Woche bis zum 8. Juli um 1.855 Kontrakte auf insgesamt 134.842.

Neben Gold bewegten sich auch andere Edelmetalle: Der Silberpreis stieg um 1,2 Prozent auf 38,82 US-Dollar je Unze. Platin gab um 1,3 Prozent nach und kostete zuletzt 1.380,67 US-Dollar, während Palladium um 0,2 Prozent auf 1.216,77 US-Dollar zulegte.

GoldGoldpreisInvestitionenEdelmetalle

Meistgelesene News

  1. Frankfurter Erbpacht-Schock: 1.900 Prozent mehr für Hausbesitzer
  2. BlackRock-Strategin warnt: Fed-Zinsentscheidung ist nicht die entscheidende Frage
  3. Warsteiner verliert Motel One und Sauerland-Stern als Kunden
  4. Warsteiner Brauerei kämpft mit Krise und Absatzproblemen
  5. Fed-Zinsentscheidung: Märkte zwischen Inflationsdruck und Stabilisierung

Disclaimer