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Goldnachfrage steigt durch starke Investmentzuflüsse

Schmuckkäufe und Zentralbankkäufe brechen trotz Rekordpreis deutlich ein

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Goldnachfrage steigt durch starke Investmentzuflüsse

Die weltweite Nachfrage nach Gold ist im zweiten Quartal 2025 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um drei Prozent auf 1.248,8 Tonnen gestiegen. Maßgeblich für diesen Anstieg war eine kräftige Zunahme der Investitionen in Gold, die laut World Gold Council (WGC) um 78 Prozent höher lagen als im zweiten Quartal 2024. Besonders stark gefragt waren börsengehandelte Goldfonds (ETFs), die ihre höchsten halbjährlichen Zuflüsse seit der ersten Jahreshälfte 2020 verzeichneten.

Trotz des generellen Nachfrageanstiegs ist die Nachfrage von Zentralbanken im selben Zeitraum um 21 Prozent auf 166,5 Tonnen zurückgegangen. Das WGC berücksichtigte dabei sowohl gemeldete Käufe als auch Schätzungen für nicht gemeldete Transaktionen. Die Organisation senkte gleichzeitig ihre Prognose für die Goldkäufe von Zentralbanken im laufenden Jahr, betonte jedoch, dass der langfristige Trend zur Umschichtung von US-Vermögenswerten hin zu Gold weiterhin bestehen bleibe.

Die Nachfrage nach Goldschmuck – traditionell der größte Bereich der physischen Nachfrage – sank im zweiten Quartal um 14 Prozent auf 341 Tonnen. Es war der niedrigste Wert seit dem dritten Quartal 2020. Verantwortlich für diesen Rückgang waren vor allem die hohen Goldpreise, die viele Käufer abgeschreckt haben. In China und Indien, den beiden größten Märkten für Goldschmuck, sank die Nachfrage so deutlich, dass ihr gemeinsamer Marktanteil auf unter 50 Prozent fiel – ein seltenes Ereignis, das laut WGC erst zum dritten Mal in den vergangenen fünf Jahren eintrat.

Der Preis für eine Feinunze Gold lag im zweiten Quartal bei durchschnittlich 3.280,40 US-Dollar und damit um 40 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Im April hatte der Preis mit 3.500 US-Dollar ein Rekordhoch erreicht, was auf weltwirtschaftliche Unsicherheiten und geopolitische Spannungen zurückgeführt wurde. Auch der Verkauf von Goldbarren nahm im Vergleich zum Vorjahresquartal um 21 Prozent zu, während die Nachfrage nach offiziellen Münzen um 22 Prozent zurückging.

Auf der Angebotsseite stieg die weltweite Goldproduktion leicht um ein Prozent auf 908,6 Tonnen. Das recycelte Gold erhöhte sich im Jahresvergleich um vier Prozent auf 347,2 Tonnen, blieb jedoch insgesamt zurückhaltend, obwohl die Preise Rekordniveaus erreicht hatten. In Indien nutzten viele Verbraucher altes Schmuckgold zur Umschuldung oder als Sicherheit für Kredite, statt es zu verkaufen.

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