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Fed-Datenbank zur Bankenüberwachung erlitt schweren Ausfall

Ein Systemausfall bei der Fed legte im August die Bankenaufsicht lahm.

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Fed-Datenbank zur Bankenüberwachung erlitt schweren Ausfall

Eine von der Federal Reserve genutzte Datenbank zur Überwachung von Banken war im vergangenen Monat vorübergehend ausgefallen. Der Vorfall hat bei einem führenden demokratischen Senator Bedenken hinsichtlich der Folgen von Personalabbau bei den Aufsichtsbehörden der Fed ausgelöst.

Die Fed bestätigte, dass ein Teil des Systems, das als National Information Center (NIC) bezeichnet wird, im vergangenen Monat einen Ausfall hatte. „Der Ausfall am 5. August wirkte sich vorübergehend auf die öffentliche Website des National Information Centers aus“, sagte ein Sprecher der Fed. „Kritische Funktionen blieben betriebsbereit.“

Mit der Angelegenheit vertraute Personen gaben jedoch an, dass auch das interne System betroffen war. Aufsichtsbehörden nutzen das NIC zur Überwachung von Banken, wobei sowohl öffentliche als auch vertrauliche Daten herangezogen werden. Der Ausfall traf damit ein zentrales Werkzeug der Bankenaufsicht.

Interne E-Mail offenbart schwerwiegende Folgen

Während des Ausfalls erhielten Mitarbeiter eine E-Mail, in der bestätigt wurde, dass „kritische Datenpipeline-Jobs des National Information Centers (NIC) fehlschlugen und erhebliche nachgelagerte Auswirkungen auf mehrere Geschäftsbereiche der Federal Reserve hatten“. Dies geht aus einer Kopie hervor, die das Wall Street Journal einsehen konnte.

Einer der betroffenen Geschäftsbereiche war laut E-Mail das Diskontfenster der Fed. Dies ist der Hauptkanal der Fed für direkte Kredite an Banken und kann für Geldhäuser in einer Krise entscheidend sein. Ein Ausfall dieses Systems könnte im Ernstfall die Kreditversorgung des Bankensektors beeinträchtigen.

Der Vorfall kommt zu einem politisch sensiblen Zeitpunkt. Die Diskussionen über Personalabbau bei den Aufsichtsbehörden der Fed haben an Fahrt aufgenommen. Kritiker warnen, dass Einsparungen bei Personal und Infrastruktur die Stabilität des Finanzsystems gefährden könnten.

Das National Information Center dient als zentrale Datendrehscheibe für die Bankenaufsicht der Fed. Es bündelt Informationen aus verschiedenen Quellen und stellt sie den Aufsichtsbehörden zur Verfügung. Ein längerer Ausfall könnte dazu führen, dass Risiken im Bankensektor nicht rechtzeitig erkannt werden.

Die Fed betont, dass die kritischen Funktionen während des Ausfalls betriebsbereit blieben. Dennoch zeigt der Vorfall, wie anfällig die technische Infrastruktur der US-Notenbank sein kann. Die genauen Ursachen des Ausfalls und die ergriffenen Gegenmaßnahmen wurden bislang nicht im Detail kommuniziert.

Für deutsche Anleger ist der Vorfall relevant, da die Stabilität des US-Bankensystems globale Auswirkungen hat. Sollten die Aufsichtssysteme der Fed nicht zuverlässig funktionieren, könnten Risiken im US-Finanzsektor unentdeckt bleiben – mit potenziellen Folgen für die internationalen Finanzmärkte.

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