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Evercore senkt HPE-Bewertung angesichts schwierigerer Rahmenbedingungen

Evercore ISI stuft Hewlett Packard Enterprise von „Outperform“ auf „In Line“ herab – Kursziel bleibt bei 65 Dollar.

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Evercore senkt HPE-Bewertung angesichts schwierigerer Rahmenbedingungen

Die US-Investmentbank Evercore ISI hat die Aktie von Hewlett Packard Enterprise (HPE) am Montag von „Outperform“ auf „In Line“ herabgestuft. Das Kursziel von 65 Dollar pro Aktie wurde beibehalten. Als Grund für die Herabstufung nannten die Analysten die jüngste starke Kursentwicklung des Technologiekonzerns.

HPE notierte am 11. September bei 62,08 Dollar und verzeichnete damit eine Rendite von 158,5 Prozent im Jahresvergleich. Zum Vergleich: Der S&P 500 legte im selben Zeitraum lediglich um 11,9 Prozent zu. Die Aktie hat sich also deutlich besser entwickelt als der Gesamtmarkt.

Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 13 für das Geschäftsjahr 2027 liegt HPE deutlich über dem eigenen Fünf-Jahres-Durchschnitt von acht. „Wir sind der Ansicht, dass die Aktie auf dem aktuellen Niveau fair bewertet ist“, schrieben die Evercore-Analysten in ihrer Studie.

Hintergrund der Herabstufung

Evercore betont, dass die Neubewertung der Aktie durchaus gerechtfertigt und fundamental begründet sei. Die Analysten würdigen das Management für eine solide Umsetzung, insbesondere im ersten Jahr der Integration von Juniper Networks. Dennoch sehen sie weniger kurzfristige Katalysatoren, die einen weiteren Anstieg der Bewertungskennzahlen antreiben könnten.

Das Potenzial für Gewinnsteigerungen hängt nach Einschätzung von Evercore maßgeblich von einer verbesserten Netzwerksupply ab. Der Netzwerkbereich macht mehr als die Hälfte des operativen Gewinns nach Segment aus. Zwar wuchsen die Aufträge im Juli-Quartal um 36 Prozent, doch der bereinigte Umsatz stieg nur um 10 Prozent. Damit lag HPE hinter den Wettbewerbern Cisco und Arista zurück.

Drei Katalysatoren im Fokus

Die Analysten von Evercore haben drei konkrete Faktoren benannt, auf die sie achten werden, um wieder konstruktiver für die HPE-Aktie eingestellt zu sein. Dazu gehören Fortschritte bei der Juniper-Integration sowie bei den Netzwerkmargen. Auch die Produktmischung und die Margin-Qualität stehen im Fokus.

Zudem erwartet Evercore positive Impulse durch die sogenannte Helios-Chance. Diese wird jedoch eher als ein Ereignis für die Jahre 2027 und 2028 eingestuft und dürfte kurzfristig keine Wirkung entfalten.

„Von hier aus sehen wir jedoch eine schwierigere Ausgangslage“, schrieb Evercore und fügte hinzu, dass das Risiko-Ertrags-Verhältnis nun ausgeglichener sei. Aus diesem Grund ziehe man sich „aus dem Markt zurück“. Für Anleger bedeutet dies: Nach der beeindruckenden Rallye der vergangenen zwölf Monate ist das kurzfristige Kurspotenzial aus Sicht der Investmentbank vorerst ausgereizt.

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