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Europäische Indizes im Aufwind: Ölpreise geben Auftrieb

Sinkende Ölpreise treiben europäische Indizes – DAX und Stoxx 600 legen zu

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Europäische Indizes im Aufwind: Ölpreise geben Auftrieb

Die europäischen Aktienmärkte sind am Donnerstag mit deutlichen Gewinnen in den Handel gestartet. Rückenwind kommt von sinkenden Ölpreisen, die insbesondere Technologie- und energieintensive Branchen beflügeln. Der paneuropäische Stoxx 600 legte zum Handelsstart um 0,55 Prozent zu.

In London notiert der FTSE 100 0,4 Prozent im Plus. Getragen wird die Entwicklung von steigenden Industriewerten. Besonders hervor sticht Rolls-Royce, dessen Aktie um 1,1 Prozent zulegt. Der britische Triebwerkshersteller profitiert von der allgemein positiven Marktstimmung.

Deutsche Autoaktien treiben den DAX an

Der deutsche Leitindex DAX wird von einer starken Automobilbranche angeführt. Die Autowerte legen insgesamt um 0,6 Prozent zu. BMW klettert um 1,8 Prozent nach oben, Volkswagen gewinnt 1,5 Prozent. Die niedrigeren Ölpreise entlasten die Produktionskosten der energieintensiven Industrie und verbessern zudem die Konsumlaune der Verbraucher.

Auch an der Pariser Börse dominieren die Autowerte das Geschehen. Renault führt den CAC 40 mit einem Plus von 2,1 Prozent an. Der französische Leitindex selbst notiert 0,5 Prozent im Plus. Die positive Dynamik setzt sich in Südeuropa fort: Der italienische FTSE MIB steigt um 0,6 Prozent, der spanische IBEX 35 legt sogar um 0,75 Prozent zu.

Technologiewerte in Amsterdam mit starkem Auftritt

In den Niederlanden zeigt sich der AEX mit einem Plus von 0,6 Prozent ebenfalls freundlich. Treiber sind hier die Technologiewerte, die sowohl in der Hardware- als auch in der Softwarebranche Rallyes verzeichnen. ASML, das wertvollste Unternehmen Europas, gewinnt 1,9 Prozent. Der Chipausrüster profitiert von der anhaltend hohen Nachfrage nach Halbleiterproduktionsanlagen. Die Softwaregruppe Relx legt um 1,3 Prozent zu.

Asiatische Märkte ebenfalls im Aufwind

Die positive Stimmung beschränkt sich nicht auf Europa. Auch in Japan zeigten sich die Aktienkurse im frühen Handel im Plus. Gestützt wird die Entwicklung durch Bargain-Hunting, nachdem die jüngste Dynamik bei den Rohölpreisen nachlässt. Pharmazeutika- und Maschinenwerte führen die Gewinne an.

Eisai, ein japanisches Pharmaunternehmen, steigt um 2,4 Prozent. Mitsubishi Heavy Industries verzeichnet einen deutlichen Anstieg. Der Nikkei-Aktienindex notiert bei 64.548,75 Punkten, was einem Anstieg von 1,0 Prozent entspricht.

Währungsmärkte im Fokus

Am Devisenmarkt zeigt sich der Dollar gegenüber dem Yen gestärkt. Die US-Währung notiert bei 155,87 Yen, verglichen mit 155,10 Yen zum Schluss des Tokioter Aktienmarktes am Mittwoch. Hintergrund ist die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed über Nacht, die zu einem Anstieg der US-Staatsanleiherenditen führte. Die Anleger richten ihren Fokus nun verstärkt auf die Entwicklung der Staatsanleiherenditen und der Rohölpreise.

Die aktuellen Kursbewegungen zeigen, dass sinkende Ölpreise als konjunktureller Rückenwind wirken und insbesondere die margenstarken Technologie- und Automobilwerte beflügeln. Ob sich dieser Trend fortsetzt, wird maßgeblich von der weiteren Entwicklung der Rohstoffmärkte und der Geldpolitik der Notenbanken abhängen.

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