Europäische Chipaktien brechen ein – Softwarewerte legen zu
Gemischte Eröffnung an Europas Börsen: Chipwerte unter Druck, Software und Pharma stützen.

Die europäischen Aktienmärkte haben am Montag eine gemischte Eröffnung gezeigt. Während Chipaktien aufgrund von Investorensorgen über eine mögliche Verlangsamung des Ausbaus künstlicher Intelligenz deutlich einbrachen, sorgten Software- und Pharmawerte für Stabilität. Der europaweite Stoxx 600 notierte unverändert.
Der niederländische AEX stand stabil, doch ASML – das wertvollste Unternehmen Europas – fiel um 4,2 Prozent. Auch die Mitbewerber BE Semiconductor und ASM International verzeichneten Verluste von fünf beziehungsweise 5,2 Prozent. Der deutsche DAX rutschte um 0,1 Prozent ab, während Siemens Energy, das mit Rechenzentren in Verbindung gebracht wird, um 4,2 Prozent nachgab.
Softwareaktien legen zu
Während die Chipaktien unter Druck standen, gewannen Software-Aktien an Boden. In Paris verlor der Chip-Hersteller STMicroelectronics um 3,2 Prozent, während Capgemini um 5,05 Prozent zulegte. Der französische Leitindex CAC 40 gab um 0,2 Prozent nach.
Der Londoner FTSE 100 stieg um 0,6 Prozent, getrieben durch Gewinne von rund vier Prozent für die Softwaregruppen Relx und Sage. Zudem legte der Pharmakonzern GSK um 2,5 Prozent zu, nachdem positive Ergebnisse aus der Arzneimittelentwicklung bekannt gegeben wurden.
Südeuropäische Börsen schwächer
Italiens FTSE MIB fiel um 0,45 Prozent, während der spanische IBEX 35 um 0,3 Prozent absackte. Die unterschiedliche Entwicklung der Sektoren spiegelt die aktuelle Unsicherheit der Anleger wider, die zwischen Technologie-Sorgen und positiven Nachrichten aus anderen Branchen hin- und hergerissen sind.
Asiatische Märkte ebenfalls unter Druck
Auch in Asien zeigte sich ein negatives Bild. Die japanischen Aktienmärkte lagen im frühen Handel niedriger, belastet durch anhaltende Unsicherheit bezüglich der Lage im Nahen Osten und des Zinspolitik-Ausblicks der US-Notenbank Federal Reserve. Chip- und Metallwerte führten die Verluste an.
Kioxia Holdings fiel um 7,9 Prozent, Mitsui Kinzoku gab um 5,8 Prozent nach. Der Nikkei Stock Average lag bei 62.977,54 Punkten, was einem Rückgang um 1,6 Prozent entspricht. Der Dollar notierte bei 153,50 Yen, verglichen mit 154,09 Yen zum Schluss des Tokioter Aktienmarktes am Freitag.
Die Anleger konzentrieren sich weiterhin auf die Entwicklungen im Nahen Osten, die Rohölpreise und die Renditen von Staatsanleihen. Die geopolitische Lage sowie die geldpolitischen Aussichten der Fed bleiben bestimmende Faktoren für die globale Marktstimmung.
