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DAX startet freundlich nach Fed-Zinserhöhung auf 25.695 Punkte

Anleger reagieren gelassen auf US-Zinserhöhung – DAX vor Handelsstart im Plus.

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DAX startet freundlich nach Fed-Zinserhöhung auf 25.695 Punkte

Der deutsche Leitindex zeigt sich am Donnerstagmorgen unbeeindruckt von der Zinserhöhung in den USA. Der Broker IG taxiert den DAX vor dem Xetra-Handelsstart 0,6 Prozent höher auf 25.695 Punkte. Bereits am Vortag hatte der DAX vor dem US-Zinsentscheid 0,5 Prozent auf 25.537,75 Punkte zugelegt. Positive Impulse kamen zuletzt vom Energiemarkt, wo die Ölpreise leicht nachgaben.

Die US-Notenbank Federal Reserve hat am Mittwochabend zum ersten Mal seit mehr als drei Jahren die Leitzinsen um 0,25 Prozentpunkte angehoben. Der neue Leitzins liegt nun in einer Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent. "Die Inflation ist schlicht zu hoch und das schon zu lange", betonte Fed-Chef Kevin Warsh. Die Entscheidung solle eine schnellere Rückkehr zum Zwei-Prozent-Inflationsziel der Fed unterstützen.

Geldpolitischer Kurs der Fed

Mit der Zinserhöhung hatten die meisten Marktteilnehmer gerechnet. Die entscheidende Frage war jedoch, wie die Fed den weiteren geldpolitischen Kurs gestalten wird. Die Antwort der Notenbanker: Bis Ende 2026 könnte ein weiterer Erhöhungsschritt folgen, bevor die Fed im kommenden Jahr wieder eine zurückhaltendere Gangart einschlägt.

"Die Fed reagiert mit ihrer Zinserhöhung auf den anhaltenden Preisauftrieb. Da der Preisauftrieb nicht nur an Energie und dem Nahostkonflikt liegt, ist das ein wichtiger Schritt, mit dem sie ihre Glaubwürdigkeit verteidigt", kommentiert Michael Heise, Marktexperte bei HQ Trust. Eine weitere Erhöhung im Oktober oder spätestens Dezember sei wahrscheinlich. "Ein längerer Straffungszyklus ist bei einer Normalisierung der Lage an den Energiemärkten aber nicht zu erwarten", so Heise.

Politische Spannungen um die Zinspolitik

US-Präsident Donald Trump hatte wiederholt eine Zinssenkung gefordert. Als Reaktion auf den Beschluss der Währungshüter erklärte er, dass die Zinssätze in den USA bei einem Prozent oder darunter liegen sollten. Die Zinsen müssten rasch gesenkt werden, findet Trump. Diese Forderung widerspricht allerdings der gängigen wirtschaftswissenschaftlichen Lehre, wonach in Zeiten erhöhter Inflation eher eine straffere Geldpolitik angezeigt ist.

An den US-Börsen zeigten sich die Anleger zunächst verunsichert. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,2 Prozent tiefer auf 51.462 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gab 0,4 Prozent auf 7.552 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq behauptete sich nahezu unverändert bei 25.978 Punkten. Vor der Zinsentscheidung hatten die Indizes noch im Plus gelegen.

"Tatsache ist, dass die Fed im Kampf gegen die Inflation geeint zu sein scheint", sagte Ryan Detrick, Chef-Marktstratege der Carson Group. Die gute Nachricht sei, dass die Notenbank nicht davon ausgehe, dass mehrere Zinserhöhungen in den kommenden Monaten der soliden Gesamtwirtschaft viel anhaben würden.

Die US-Terminmärkte signalisieren zur Stunde jedoch eine Trendwende. Die Futures deuten auf einen freundlichen Handelsstart in den USA hin, was auch dem DAX weitere Impulse geben könnte.

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