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KI-Tempo verlangsamt sich: Vier Quantencomputing-Aktien im Fokus

Während KI-Labore zur Bremse raten, rückt Quantencomputing als nächster großer Technologietrend in den Blickpunkt.

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KI-Tempo verlangsamt sich: Vier Quantencomputing-Aktien im Fokus

Die führenden Frontier-KI-Labore, darunter Anthropic, OpenAI und Space Exploration Technologies, haben kürzlich öffentlich dazu aufgerufen, das Entwicklungstempo von KI-Unternehmen zu drosseln. Sie befürchten, dass die Technologie langfristig gefährlich werden könnte. Da sich der KI-Markt plötzlich im Umbruch befindet, könnte es an der Zeit sein, dass Anleger den Blick auf das nächste große technologische Rennen richten: das Quantencomputing.

Das Quantencomputing befindet sich noch in einer frühen Entwicklungsphase. Die US-Regierung investiert massiv in diesen Sektor, weshalb die Entwicklung dieser Technologie voraussichtlich nicht bald nachlassen wird. Vier Quantencomputing-Aktien könnten für Anleger jetzt besonders interessant sein.

IonQ: Spitzenreiter bei der Genauigkeit

Eine der größten Hürden, die das Quantencomputing zu überwinden hat, ist die Genauigkeit. IonQ (IONQ-0.57%) ist hier derzeit führend. Durch die Anwendung der Ionenfallen-Methode sowie das direkte Einbetten von Mikrowellenantennen in seine Chips konnte das Unternehmen eine 2-Qubit-Fidelität von 99,99 Prozent erreichen. Dies ist die höchste Genauigkeit in diesem Bereich.

IonQ versucht zudem, das gesamte Quanten-Ökosystem zu kontrollieren. Das Unternehmen hat Übernahmen in den Bereichen Quantennetzwerke, Datenübertragung und Sensorik getätigt. Zudem hat IonQ eine eigene Quanten-Fertigungsstätte übernommen, die es ermöglicht, Prototypen schneller voranzutreiben und später schneller zu skalieren.

Quantinuum: Softwarekompetenz trifft auf Honeywell-Rückhalt

Gestützt vom industriellen Konglomerat Honeywell nutzt auch Quantinuum (QNT+6.91%) die Ionenfallen-Modalität. Das Unternehmen hat jedoch aus Geschwindigkeitsgründen beschlossen, keine Mikrowellenantennen einzusetzen. Das System hat eine 2-Qubit-Gatter-Fidelität von 99,92 Prozent erreicht. Mit seinem neuen Sol-System strebt Quantinuum bis 2027 eine logische Fidelität von 99,999 Prozent an.

Neben seinen Erfolgen bei der Genauigkeit ist Quantinuum auch für seine Softwarekompetenz bekannt. Die quelloffene Quantencomputersprache Guppy kann fortgeschrittene Fehlerkorrekturen direkt im Code durchführen. Das TKET-Quantensoftwareentwicklungskit (SDK) fungiert als universeller Übersetzer. Die All-in-One-Quantencomputing-Plattform Nexus vereinfacht Quantenarbeitsabläufe, um die Bereitstellung von Quantenalgorithmen zu optimieren.

Infleqtion: Neutralatom-Ansatz als Alternative

Ein weiterer faszinierender Ansatz zum Quantencomputing außerhalb der Ionenfallen-Methode ist der Neutralatom-Ansatz, den Infleqtion (INFQ+1.34%) verfolgt. Dieser ähnelt dem Ionenfallen-Ansatz darin, dass er einzelne Atome verwendet, die in einem Vakuum schweben und durch Laser gesteuert werden. Er nutzt jedoch statt geladener Ionen ungeladene Atome, die sich nicht gegenseitig abstoßen. Da sich Atome nicht abstoßen, ermöglicht dies eine höhere Qubit-Dichte.

Ziel dieses Ansatzes ist es, eine ähnliche Genauigkeit wie die Ionenfallen-Modalität bei einer höheren Geschwindigkeit zu erzielen. Das Unternehmen erreichte bereits 2024 eine 2-Gatter-Fidelität von 99,73 Prozent und strebt in diesem Jahr 99,9 Prozent an. Gleichzeitig ist Infleqtion ein führender Anbieter im Quantensensing. Es stellt Quantensensor- und Präzisionszeitwerkzeuge her, die von den Regierungen der USA und des Vereinigten Königreichs genutzt werden. Dies beschert dem Unternehmen ein lukratives Umsatzgeschäft und enge Verbindungen zur Regierung, während es an seinem vollständigen Quantensystem arbeitet.

D-Wave: Quantenannealing mit Ausblick auf gitterbasierte Systeme

D-Wave (QBTS-0.85%) ist ein führendes Unternehmen im Quantenannealing, einer Optimierungstechnik, die Kunden dabei helfen kann, die besten Lösungen für ihre Probleme zu finden. Seine Advantage-II-Systeme werden bereits kommerziell in den Branchen Logistik, Verteidigung und Finanzen eingesetzt. Das Unternehmen plant nun, seine Erkenntnisse aus dem Annealing auf ein gitterbasiertes Quantensystem anzuwenden.

Für seine gitterbasierten Quantensysteme wird D-Wave Fluxonium-Qubits einsetzen, eine Art supraleitender Qubits mit ähnlichen Eigenschaften wie diejenigen, die es für seine Annealing-Technologie einsetzt. Mitte dieses Jahres erwarb das Unternehmen Quantum Circuits und verfügt damit über einen Dual-Rail-Gatter-Prozessor mit integrierter Fehlererkennung. Das langfristige Ziel ist es, ein System zu schaffen, das die Genauigkeit von Ionenfallen-Systemen mit der deutlich höheren Geschwindigkeit supraleitender Qubits kombiniert. Sollte dies gelingen, würde es die Führungsposition im Quantencomputing sichern.

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