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US-Regierung habe Finanzblase angefacht, warnt Prognoseexperte Harry Dent

Wirtschaftsprognostiker Harry Dent sieht die US-Regierung als Ursache der aktuellen Finanzblase.

2 Min
US-Regierung habe Finanzblase angefacht, warnt Prognoseexperte Harry Dent

Der jüngste Finanzblase sei durch die US-Regierung verursacht worden, was zuvor noch nie der Fall gewesen sei, sagt der Finanzautor und Wirtschaftsprognostiker Harry Dent. In der neuesten Episode von "Top of Mine" bei MINING.COM sprach er mit Moderator Devan Murugan über die dramatischen Entwicklungen an den Finanzmärkten und warnte vor einem historischen Crash.

"Es wird so hart zuschlagen, dass die meisten Menschen dann in Panik verfallen, verkaufen und sagen werden: 'Was haben wir uns dabei gedacht, dass es sinnvoll ist, von gedrucktem Geld zu leben?'", sagte Dent. Der Experte sieht die Ursache für die aktuelle Situation in den massiven Konjunkturprogrammen der US-Regierung, die eine beispiellose Blase an den Märkten entfacht hätten.

Weniger Wirkung weiterer Konjunkturprogramme

Dent argumentiert, dass eine weitere Runde staatlicher Konjunkturprogramme möglicherweise weniger effektiv sein könnte. Der Grund: Anleger haben bereits erlebt, wie politische Entscheidungsträger auf frühere Krisen reagierten, indem sie Geld in die Wirtschaft injizierten. Diese Erfahrung könnte das Vertrauen in weitere staatliche Rettungsversuche untergraben.

"Es wird schwieriger werden, wenn die Regierung einschreitet und sagt: 'Okay, wir drucken noch ein paar Billionen, was auch immer.' Die Leute werden sagen: 'Nein, wir haben diese Geschichte schon einmal gesehen. Sie haben uns aus der letzten Krise herausgedruckt, und jetzt sagen Sie, dass Sie genau das mit mehr davon tun werden'", erklärte Dent.

Der Prognoseexperte geht davon aus, dass die Marktteilnehmer diesmal nicht auf weitere Rettungsversuche hereinfallen werden. "Ich denke, die Leute werden das nicht glauben, daher wird es auch schwieriger sein, diesen Crash aufzuhalten", fügte er hinzu.

Gold als Teil der Blase

Besonders bemerkenswert ist Dents Einschätzung zum Goldpreis. Der starke Anstieg des Edelmetalls sei ebenfalls Teil der breiteren Asset-Blase, argumentiert er. Der rasante Aufschwung habe den Wertstoff weit über seinen langfristigen Trend hinaus getrieben.

"Er ist innerhalb von drei Jahren von 1.600 auf 5.600 gestiegen. Wie klingt für Sie ein Anstieg um mehr als das Dreifache in drei Jahren? Eine Blase. Es ist die schnellste und extremste Blase in der Geschichte", sagte Dent.

Der Experte erklärte, dass Märkte, die sich weit von ihren normalen Trends entfernen, bei Korrekturen tendenziell in die entgegengesetzte Richtung überschießen. Dies verstärke sowohl Boom- als auch Bust-Phasen. Er erwartet, dass Gold zusammen mit anderen Vermögenswerten fallen wird, falls eine ausreichend schwere deflationäre Rezession einsetzt.

Allerdings sieht Dent den Rückgang bei Gold weniger dramatisch als bei anderen Anlageklassen. "Gold hat bereits bewiesen, dass es, sollten wir einen genügend starken deflationären Crash erleben, mit den Rohstoffen, den Aktien und allem anderen nach unten gehen wird, nur eben nicht so stark", so der Finanzautor.

Bedeutung für Anleger

Für deutsche Privatanleger sind Dents Warnungen von besonderer Bedeutung. Die These, dass staatliche Konjunkturprogramme nicht nur in den USA, sondern weltweit zu einer historischen Blase geführt haben, wirft Fragen zur aktuellen Anlagestrategie auf. Sollte sich Dents Szenario eines deflationären Crashs bewahrheiten, könnten sowohl Aktien als auch Rohstoffe und selbst Gold deutliche Verluste erleiden.

Die vollständige Episode mit Harry Dent ist bei MINING.COM verfügbar und bietet weitere Einblicke in seine Prognosen für die Finanzmärkte.

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