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Britische Inflation steigt auf 3,1 Prozent durch explodierende Energiekosten

Energiekosten treiben die Inflation im Vereinigten Königreich auf den höchsten Stand seit März.

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Britische Inflation steigt auf 3,1 Prozent durch explodierende Energiekosten

Die jährliche Inflationsrate im Vereinigten Königreich ist im August auf 3,1 Prozent gestiegen und hat damit erstmals seit März wieder die Drei-Prozent-Marke überschritten. Haupttreiber sind stark steigende Benzin- und Dieselpreise, wie das britische Amt für Landesstatistik (ONS) am Mittwoch mitteilte. Der Wert lag im Einklang mit den Erwartungen der Ökonomen.

Die Kraftstoffkosten legten im Jahresvergleich um 23 Prozent zu. Der Durchschnittspreis für Benzin stieg zwischen Juli und August um 9,1 Pence pro Liter und erreichte damit das höchste Niveau seit November 2022. Noch deutlicher fiel der Anstieg bei Diesel aus: Hier kletterten die Preise um 14,2 Pence pro Liter nach oben.

Höchster Stand seit vier Jahren

Bereits im Juli hatte sich die Inflation auf 2,9 Prozent beschleunigt, nachdem die staatlich regulierte Preisobergrenze für Energiekosten deutlich nach oben angepasst worden war. Der britische Automobilclub RAC erklärte Anfang der Woche, dass die Preise für Benzin und Diesel seit Beginn des Iran-Krieges einen Höchststand erreicht hätten. Beide Kraftstoffe notierten nun auf einem Niveau, das seit vier Jahren nicht mehr gesehen wurde.

Die Rohölpreise verharren oberhalb von 100 Dollar pro Barrel und setzen die Kraftstoffpreise damit weiter unter Druck. Als Nettoimporteur von Energie ist das Vereinigte Königreich besonders anfällig für externe Energieschocks.

Kosten für Haushaltsenergie steigen um sechs Prozent

Neben den Kraftstoffpreisen belasten auch die Kosten für Strom, Gas und andere Haushaltsbrennstoffe die Verbraucher. Im August stiegen diese Kosten im Jahresvergleich um sechs Prozent, wie das ONS mitteilte. Die staatlich regulierte Preisobergrenze für Energiekosten war zuvor bereits deutlich nach oben korrigiert worden.

Das Vereinigte Königreich kämpft weiterhin mit einer Kostenkrise des täglichen Lebens. Diese wurde durch die postpandemische Inflation und die explodierenden Energiekosten ausgelöst, die infolge der russischen Vollinvasion in der Ukraine im Jahr 2022 entstanden sind. Die aktuellen Inflationsdaten zeigen, dass der Preisdruck an den Tankstellen und an den Energiemärkten anhält und die Verbraucher weiterhin stark belastet.

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