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Asiens Märkte reagieren auf Trumps Wahlsieg-Aussichten

Japans Börsen profitieren, während China und Südkorea unter Druck geraten

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Asiens Märkte reagieren auf Trumps Wahlsieg-Aussichten

Asiens Börsen erlebten am Tag der US-Präsidentschaftswahl zunächst eine Phase des Abwartens. In den frühen Morgenstunden verfolgten Investoren in Tokio und anderen großen Finanzzentren gebannt die Entwicklungen der Wahlnacht. Ein deutlicher Ausschlag auf den Märkten zeigte sich erst, als Nachrichten über einen möglichen Vorsprung von Donald Trump im Bundesstaat Pennsylvania aufkamen. Diese Meldung führte dazu, dass Anleger verstärkt auf einen Wahlsieg des Republikaners setzten, was an den asiatischen Märkten unterschiedlich starke Kursbewegungen auslöste.

In Japan, dem größten Finanzmarkt Asiens, verzeichnete der Nikkei-225-Index eine zwischenzeitliche Steigerung von drei Prozent. Die Erwartungen, dass ein Präsident Trump Unternehmenssteuern senken und regulatorische Vorschriften abbauen könnte, ließen die Kurse steigen. Vor allem börsennotierte Firmen könnten hiervon profitieren, da geringere Steuerlasten und weniger Regulierungen die Gewinnmargen verbessern könnten.

Anders entwickelte sich die Situation in China, Südkorea und Hongkong. In Südkorea, wo die Wirtschaft stark exportabhängig ist, sank der Kospi-Index um 0,5 Prozent auf 2563 Punkte. Insbesondere die Chipindustrie, die eine Schlüsselrolle in Südkoreas Wirtschaft spielt, könnte unter einer Trump-Regierung weiter unter Druck geraten. Dies spiegelt sich in einem Kursverlust von 1,2 Prozent bei Samsung Electronics wider, dem weltweit größten Speicherchiphersteller. Auch der Aktienindex CSI 300 in China und der Hangseng-Index in Hongkong gerieten unter Druck. Letzterer fiel um 2,3 Prozent, da Investoren eine Zunahme der Handelskonflikte zwischen den USA und China fürchteten.

Ein weiterer Faktor, der die Stimmung in Japan positiv beeinflusste, war die Abwertung des Yen. Infolge der gestiegenen US-Zinsen und eines starken US-Dollars wertete der Yen auf 154 Yen je Dollar ab, was die Aktienkurse japanischer Exportfirmen steigen ließ. Ein schwächerer Yen erhöht die Wettbewerbsfähigkeit und führt zu besseren Geschäftsergebnissen japanischer Exportunternehmen. Die positive Stimmung wurde zudem durch robuste Konjunkturdaten aus den USA gestützt. Der Business Sentiment Index für das nicht verarbeitende Gewerbe erreichte im Oktober mit 56,0 den höchsten Stand seit über zwei Jahren.

Besonders im Bereich der Elektronik und der Automobilindustrie konnten einige japanische Exportunternehmen kräftige Kursgewinne verzeichnen. TDK, ein bedeutender Zulieferer von Batterien und Bauteilen, legte um 5,8 Prozent zu, während Advantest, ein führender Anbieter von Messgeräten für die Chipindustrie, einen Anstieg von sieben Prozent erlebte. Im Automobilsektor stiegen die Kurse der Hersteller Toyota und Honda leicht, wobei die Nachfrage nach Hybridfahrzeugen, in denen die Hersteller Pioniere sind, die positive Entwicklung unterstützte.

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