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Amazon startet Blitzangriff auf Walmart mit Same-Day-Lieferung

BofA-Analysten sehen in Amazons Milliarden-Plan eine direkte Kampfansage an Walmart.

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Amazon startet Blitzangriff auf Walmart mit Same-Day-Lieferung

Amazon.com bereitet einem Medienbericht zufolge eine massive Ausweitung seines Same-Day-Lieferservices vor. Analysten der Bank of America (BofA) werten diesen Schritt als Teil einer größeren Strategie, um mit Walmart als Anbieter günstiger Haushaltsgrundbedürfnisse Schritt zu halten.

Business Insider berichtete am Mittwoch, dass eine Initiative namens „Project Mercury“ darauf abzielt, das Same-Day-Liefernetz des Online-Händlers innerhalb der nächsten fünf Jahre auf mehr als 1.000 Standorte auszuweiten. Die Expansion würde Berichten zufolge Milliarden US-Dollar kosten.

Besonders bemerkenswert ist die Dimension des Vorhabens: Die Zahl der für den Same-Day-Service genutzten Zentren würde sich von derzeit rund 85 Standorten mehr als verzehnfachen. Dies zeigt, wie ernst es Amazon mit dem Ausbau seiner Lieferinfrastruktur ist.

Milliarden-Investition in die Logistik

Die BofA-Analysten interpretieren den Schritt als strategischen Vorstoß, um Grundbedürfnisse für Kunden „sofort zugänglich“ zu machen. Damit zielt Amazon direkt auf das Kerngeschäft von Walmart, das traditionell als Anbieter für Alltagsprodukte und Haushaltswaren gilt.

Der Zeitpunkt der Expansion ist gut gewählt. Der Wettbewerb im E-Commerce hat sich in den letzten Jahren deutlich verschärft, und die Fähigkeit, Produkte noch am selben Tag auszuliefern, wird zunehmend zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil.

Für deutsche Anleger ist die Entwicklung von besonderem Interesse. Amazon ist einer der meistgehaltenen US-Titel in deutschen Depots. Die Aktie des Technologiekonzerns notiert an der Nasdaq unter dem Kürzel AMZN und zählt zu den Schwergewichten im Technologiesektor.

Wettlauf um die letzte Meile

Die geplante Expansion zeigt, dass Amazon bereit ist, erhebliche Summen in die Logistik zu investieren, um seine Marktposition zu verteidigen und auszubauen. Walmart hat in den vergangenen Jahren ebenfalls stark in sein E-Commerce-Geschäft und Lieferoptionen investiert.

Der Kampf der beiden Einzelhandelsgiganten konzentriert sich zunehmend auf die sogenannte „letzte Meile“ – also den finalen Schritt der Lieferkette bis zur Haustür des Kunden. Wer hier schneller und zuverlässiger liefert, sichert sich entscheidende Marktanteile.

Sollte Amazon „Project Mercury“ wie geplant umsetzen, würde dies die Erwartungen an die Liefergeschwindigkeit im gesamten Einzelhandel weiter nach oben schrauben. Für Wettbewerber ohne vergleichbare Logistiknetzwerke könnte dies zu einem ernsthaften Nachteil werden.

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