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J.B. Hunt warnt vor Gewinnrückgang – Aktie bricht zweistellig ein

Steigende Kraftstoff- und Fahrerkosten belasten den Logistikriesen – Gewinn soll um bis zu 10 Prozent sinken.

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J.B. Hunt warnt vor Gewinnrückgang – Aktie bricht zweistellig ein

Der US-Logistikriese J. B. Hunt hat mit einer Gewinnwarnung für Aufsehen gesorgt. Das Unternehmen rechnet im dritten Quartal mit einem sequenziellen Gewinnrückgang von fünf bis zehn Prozent. Grund dafür sind massiv gestiegene Kosten für Fahrer und Kraftstoff. Die Aktie brach daraufhin um fast 13 Prozent ein und zählte zu den größten Verlierern im S&P 500.

Finanzvorstand Brad Delco erklärte auf der Morgan Stanley Laguna Industrials Conference, dass die zusätzlichen Kostenbelastungen rund 25 Millionen Dollar an fahrerbezogenen Ausgaben sowie mindestens zehn Millionen Dollar an kraftstoffbedingten Gegenwindfaktoren umfassen. Delco sprach dabei von „einigen der radikalsten und abnormalsten Schwankungen bei den Kraftstoffpreisen, die wir je gesehen haben“. Das geht aus einem von AlphaSense bereitgestellten Konferenzprotokoll hervor.

Markterwartungen deutlich verfehlt

Die Prognose traf die Analysten völlig unerwartet. Von Visible Alpha befragte Experten hatten für das dritte Quartal im Vergleich zum Vorquartal ein Gewinnwachstum von neun Prozent erwartet. Stattdessen rechnet das Management nun mit einem Rückgang. Delco sagte wörtlich: „Angesichts dieser Kosten, die uns treffen, erwarten wir, dass unsere Gewinne vom zweiten zum dritten Quartal tatsächlich um fünf bis zehn Prozent sinken.“

Die Ölpreise sind in den vergangenen Monaten aufgrund des anhaltenden Konflikts zwischen den USA und dem Iran stark angestiegen. Dies führte zu Versorgungsunterbrechungen und erhöhte den Inflationsdruck. Für Spediteure wie J. B. Hunt bedeuten höhere Kraftstoffpreise unmittelbar steigende Betriebskosten, die nur verzögert an die Kunden weitergegeben werden können.

Aktie trotz Rückschlag im Plus

Trotz des heftigen Kurseinbruchs am Mittwoch notiert die J. B. Hunt-Aktie im laufenden Jahr noch immer mit einem Plus von mehr als 20 Prozent. Der Logistikriese hatte zuvor von einer robusten Nachfrage und einer Erholung im Transportsektor profitiert. Die aktuellen Kostentreiber könnten jedoch die Margen nachhaltig belasten.

Die Entwicklung bei J. B. Hunt ist auch für den deutschen Markt von Bedeutung. Steigende Transportkosten betreffen letztlich die gesamte Lieferkette und können sich auf die Preise vieler Güter auswirken. Sollte der Ölpreis aufgrund geopolitischer Spannungen weiter steigen, dürften auch andere Logistikunternehmen unter Druck geraten.

Anleger beobachten nun gespannt, ob sich die Kostensituation im weiteren Jahresverlauf entspannt oder ob der Druck auf die Gewinnmargen anhält. Die kommenden Quartalszahlen von J. B. Hunt werden zeigen, ob das Unternehmen die Kostensteigerungen durch Preisanpassungen kompensieren kann.

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