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AGNC Investment: Dividende gleicht 50% Kursverlust seit IPO aus

AGNC-Aktie verlor 50% seit IPO – Dividenden von über 50 Dollar pro Aktie gleichen Verlust aus.

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AGNC Investment: Dividende gleicht 50% Kursverlust seit IPO aus

AGNC Investment (AGNC) ging im Mai 2008 zu einem Kurs von 20 Dollar pro Aktie an die Börse. Heute notiert der Hypotheken-REIT bei rund 10 Dollar – ein dramatischer Rückgang von 50 Prozent. Doch die Geschichte ist komplexer, als es der reine Kursverfall vermuten lässt.

Seit dem Börsengang hat AGNC kumulierte Dividendenzahlungen von über 50 Dollar pro Aktie ausgeschüttet. Das ist mehr als das Doppelte des IPO-Preises. Die monatlichen Ausschüttungen haben den Kursverlust damit mehr als kompensiert – ein entscheidender Faktor für Anleger, die auf laufende Erträge setzen.

Die Entwicklung seit dem Börsengang

Die Gründer von AGNC Investment starteten das Unternehmen in der Tiefe der Finanzkrise 2008. Sie erkannten eine Chance, einen führenden Anbieter von Agency-MBS zu etablieren – hypothekenbesicherte Wertpapiere, die durch staatliche Stellen wie Fannie Mae gegen Kreditausfälle abgesichert sind. Das Unternehmen investiert gehebelt in diese Papiere, vorwiegend über Repos (Repurchase Agreements), und setzt dynamische Risikomanagementstrategien ein, um Marktrisiken wie Zinsänderungen zu steuern.

Im Laufe der Jahre musste sich AGNC durch verschiedene Marktzyklen, unerwartete Ereignisse und hohe Volatilität manövrieren. Dies belastete die Anlagerenditen und den Gewinn. Dennoch gelang es dem Unternehmen, sein Portfolio an Agency-MBS erheblich auszuweiten – es erreichte am Ende des zweiten Quartals 97,2 Milliarden Dollar. Die Finanzierung erfolgte vor allem durch die Ausgabe neuer Aktien.

Die Anzahl der ausgegebenen Aktien ist seit dem Börsengang um erschreckende 7.660 Prozent gestiegen. Diese Kombination aus Gewinnvolatilität und Verwässerung ist der Hauptgrund für den Kursrückgang von 50 Prozent seit dem IPO.

Wie die Dividende den Kursverfall ausgleicht

Trotz aller Herausforderungen hat AGNC Investment seit dem Börsengang in jedem Zeitraum Dividenden gezahlt. Beginnend mit vierteljährlichen Ausschüttungen stellte das Unternehmen im Oktober 2014 auf monatliche Dividenden um. Allerdings ist die Ausschüttungsrate stetig gesunken.

Die kumulierten Dividendenzahlungen von über 50 Dollar pro Aktie haben den Rückgang des Aktienkurses um rund 10 Dollar seit dem IPO jedoch mehr als ausgeglichen. Ein Beispiel verdeutlicht dies: Hätte ein Anleger zum Zeitpunkt des Börsengangs seine Dividenden reinvestiert, wäre die Gesamtrendite nahezu 600 Prozent gewesen – das entspricht einer annualisierten Rendite von über 11 Prozent.

Diese Rendite liegt höher als die Gesamtrendite anderer Finanzaktien, Hypotheken-REITs und Immobilienwerte seit dem IPO. Hätte ein IPO-Anleger die Cash-Ausschüttungen jedoch nur vereinnahmt und nicht reinvestiert, wäre die kumulierte Rendite mit 200 Prozent deutlich niedriger ausgefallen – auch wenn dies den Kursrückgang von 10 Dollar pro Aktie immer noch mehr als kompensiert hat.

Risiken und Perspektiven für Anleger

Angesichts des Geschäftsmodells und der Historie sollten Anleger den aktuellen Dividendenyield von 14,4 Prozent nicht als verlässliche jährliche Rendite betrachten. Der Aktienkurs und die Dividende des REITs werden wahrscheinlich weiter sinken, während das Unternehmen die Volatilität bewältigt und zusätzliche Aktien zur Finanzierung des Portfolios ausgibt.

Für Anleger, die ihr Vermögen aufbauen und gleichzeitig einen steigenden Dividendenstrom erhalten möchten, ist AGNC daher keine optimale Wahl. Das Unternehmen stellt jedoch eine verlockende Option dar, wenn hohes aktuelles Einkommen oberste Priorität genießt. Die monatlichen Ausschüttungen bieten einen verlässlichen Cashflow – allerdings um den Preis einer kontinuierlichen Verwässerung und eines fallenden Aktienkurses.

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