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Vier ETFs für den Ernstfall: Diese Fonds kauft Motley Fool

Motley Fool nennt vier ETFs für einen möglichen Markteinbruch 2026 – darunter Wachstums-, Halbleiter- und Dividendenfonds.

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Vier ETFs für den Ernstfall: Diese Fonds kauft Motley Fool

Der US-Finanzdienst Motley Fool hat am 25. September 2026 eine Analyse veröffentlicht, in der vier ETFs vorgestellt werden, die Anleger kaufen könnten, falls der Aktienmarkt im Jahr 2026 einbricht. Die zentrale These der Autoren: Diese schnell wachsenden ETFs werden nach einer Marktberuhigung voraussichtlich zu attraktiven Bewertungen gehandelt. Damit richtet sich der Beitrag an Anleger, die einen Rücksetzer nicht als Bedrohung, sondern als Einstiegsgelegenheit begreifen.

Konkret benennt die Analyse drei Fonds namentlich: den State Street SPDR Portfolio S&P 500 Growth ETF, den iShares Semiconductor ETF und den Schwab U.S. Dividend Equity ETF. Der vierte Fonds bleibt im vorliegenden Auszug unbenannt. Die drei genannten Vehikel decken bewusst unterschiedliche Schwerpunkte ab – Wachstum, Halbleiter und Dividenden – und bilden damit ein Spektrum vom offensiven bis zum ertragsorientierten Ansatz.

Auffällig ist die Auswahllogik: Statt in einen breiten Marktindex zu flüchten, setzt die Analyse auf Fonds mit klar umrissenem Profil. Jeder der drei Kandidaten steht für eine eigene These darüber, wo nach einem Kursrückgang die größten Chancen liegen könnten.

Die Details

Der State Street SPDR Portfolio S&P 500 Growth ETF umfasst rund 140 der am schnellsten wachsenden Unternehmen des S&P 500. Der Fonds konzentriert sich damit auf jene Titel innerhalb des wichtigsten US-Aktienindex, denen das stärkste Wachstum zugeschrieben wird – und nicht auf den Index in seiner Gesamtheit. Für Anleger bedeutet das eine bewusste Verengung des Anlageuniversums auf rund 140 Einzelwerte.

Der iShares Semiconductor ETF steht für das Segment der Halbleiteraktien. Nach Angaben der Analyse verzeichnete er im vergangenen Jahrzehnt durchschnittliche jährliche Gewinne von nahezu 33 Prozent. Diese Zahl macht deutlich, welches Renditepotenzial der Fonds in der Vergangenheit entfaltet hat – sie sagt allerdings nichts über die künftige Entwicklung aus.

Der Schwab U.S. Dividend Equity ETF verfolgt einen anderen Ansatz. Er kann ein Portfolio durch solide – und wachsende – Dividendenzahler ausbalancieren. Während die beiden erstgenannten Fonds auf Kursgewinne setzen, rückt dieser Fonds die laufenden Ausschüttungen in den Mittelpunkt. Damit ergänzt er die Wachstums- und Halbleiterpositionen um eine ertragsorientierte Komponente.

Der vierte Fonds der Liste wird im vorliegenden Auszug nicht namentlich genannt. Belastbar sind für Leser daher ausschließlich die drei genannten Positionen mit ihren jeweiligen Kennzahlen und Schwerpunkten.

Hintergrund: Was bisher geschah

Die Idee, auf einen Marktrückzug vorbereitet zu sein, ist bei aktien.news kein neues Thema. Bereits am 29. Juni 2026 berichtete aktien.news über den State Street SPDR Portfolio S&P 500 High Dividend ETF, kurz SPYD. Dieser ETF investiert gezielt in die 80 renditestärksten Aktien aus dem S&P 500 und kam damals auf eine Dividendenrendite von 4,4 Prozent. Er galt laut einer Analyse von Motley Fool als eine der überzeugendsten Ergänzungen für das Depot von Privatanlegern – mit klar defensivem Charakter.

Nur wenige Wochen vor der aktuellen Veröffentlichung, am 18. September 2026, meldete aktien.news unter dem Titel „Wall Street warnt: 5 ETFs für den nächsten Marktrückzug“ von wachsender Skepsis an den Märkten. Die historische Volatilität im September und Oktober vor US-Zwischenwahlen sowie extrem überhöhte Bewertungskennzahlen ließen viele Marktbeobachter aufhorchen. Cantor Fitzgerald habe analysiert, dass sich der S&P 500 in 15 der vergangenen 24 Zwischenwahlzyklen in diesen beiden Monaten um fünf Prozent oder mehr verschlechtert habe.

Hinzu kamen zwei markante Indikatoren: Das Shiller-CAPE-Verhältnis des S&P 500 lag erstmals seit dem Platzen der Dotcom-Blase bei über 40. Der sogenannte Buffett-Indikator, benannt nach Warren Buffett, der den Marktwert der US-Aktien ins Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt setzt, lag bei über 230 Prozent – weit oberhalb des Schwellenwerts von 120 Prozent.

Was das für Anleger bedeutet

Für deutsche Privatanleger liefert die Zusammenstellung vor allem eines: eine Systematik für den Umgang mit Kursrückgängen. Die drei benannten Fonds stehen für drei unterschiedliche Antworten auf die Frage, wo nach einem Einbruch Einstiege lohnen könnten. Wer stärker auf Wachstum setzt, findet im S&P 500 Growth ETF ein Instrument mit rund 140 Titeln. Wer auf das Halbleitersegment setzen will, findet im iShares Semiconductor ETF ein Vehikel, das im vergangenen Jahrzehnt durchschnittliche jährliche Gewinne von nahezu 33 Prozent erzielte. Wer sein Depot stabilisieren möchte, findet im Schwab U.S. Dividend Equity ETF einen Baustein aus soliden und wachsenden Dividendenzahlern.

Die Analyse von Motley Fool ist ausdrücklich als Ideensammlung für den Fall eines Markteinbruchs formuliert – nicht als Prognose. Vergangene Renditen sind kein verlässlicher Indikator für künftige Entwicklungen. Die genannten Zahlen beschreiben, was war, nicht was kommt. Eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung lässt sich daraus nicht ableiten.

Bemerkenswert ist der Kontrast zur Berichterstattung vom 29. Juni 2026: Damals stand mit dem SPYD ein defensiver Dividenden-ETF mit 4,4 Prozent Rendite im Fokus. Die aktuelle Auswahl kombiniert dagegen Wachstums- und Dividendentitel – ein Hinweis darauf, dass die Analyse nicht auf reine Absicherung, sondern auf eine Mischung aus Offensive und Stabilität setzt.

Wer die drei Fonds nebeneinanderstellt, erkennt zudem eine Aufteilung nach Risikoprofil: Der Halbleiter-ETF steht für ein enges, renditestarkes Segment, der Growth-ETF für ein breiteres Wachstumsuniversum und der Dividenden-ETF für laufende Ausschüttungen. Diese Kombination erlaubt es, je nach Marktphase unterschiedliche Akzente zu setzen.

Ausblick

Die Analyse wurde am 25. September 2026 veröffentlicht und bezieht sich auf ein mögliches Einbrechen des Aktienmarktes im Jahr 2026. Ein konkreter Termin oder ein einzelner Auslöser für einen solchen Rückzug wird im vorliegenden Auszug nicht genannt. Der Archivbericht vom 18. September 2026 verweist lediglich auf die historisch schwachen Monate September und Oktober vor US-Zwischenwahlen als Zeitfenster erhöhter Volatilität. Ob und wann es tatsächlich zu einem Einbruch kommt, bleibt offen.

Kurz erklärt

  • ETF: börsengehandelter Indexfonds, der einen Korb von Wertpapieren abbildet und wie eine Aktie gehandelt wird.
  • Dividendenrendite: Verhältnis der ausgeschütteten Dividende zum Kurs einer Aktie oder eines Fonds.
  • S&P 500: US-Aktienindex, der die 500 größten börsennotierten Unternehmen Amerikas abbildet.
  • Shiller-CAPE: Bewertungskennzahl, die den Indexkurs ins Verhältnis zu inflationsbereinigten Durchschnittsgewinnen setzt.
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