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US verhängt extreme Zölle auf Solarpaneele

Strafzölle treffen Tochterfirmen chinesischer Konzerne in Südostasien besonders hart

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 US verhängt extreme Zölle auf Solarpaneele

Die US-Regierung hat umfassende Zusatzzölle auf Solarpaneele aus mehreren südostasiatischen Ländern angekündigt. Diese Maßnahme betrifft Importe aus Kambodscha, Malaysia, Thailand und Vietnam. Das US-Handelsministerium begründet die geplanten Zölle mit dem Vorwurf des Dumpings. Die Internationale Handelsbehörde (ITA), die dem Handelsministerium untersteht, erklärte, dass die betroffenen Produkte zu Preisen unterhalb des Marktwerts in den Vereinigten Staaten angeboten würden. Grundlage für diese Einschätzung ist eine Untersuchung, die bereits im April des Vorjahres von der Kommission für Internationalen Handel (ITC) eingeleitet wurde.

Die ITC hatte festgestellt, dass Solarunternehmen in den genannten Ländern Subventionen von der chinesischen Regierung erhalten hätten. Diese Unternehmen seien nach Angaben der Beschwerdeführer Tochtergesellschaften chinesischer Konzerne. Die US-Behörden sehen darin eine Wettbewerbsverzerrung zulasten der heimischen Industrie. Für Malaysia wird ein durchschnittlicher Zollsatz von 34,41 Prozent angesetzt. Im Fall Kambodschas liegt der geplante Aufschlag bei durchschnittlich 651,85 Prozent. Besonders betroffen sind zwei Unternehmen aus Kambodscha: Hounen Solar und Solar Long PV-Tech. Für ihre Produkte sieht die ITA einen Strafzoll von bis zu 3.521 Prozent vor.

Diese geplanten Maßnahmen würden sich zusätzlich auf bereits bestehende Zölle auswirken. Seit dem 2. April gilt ein genereller Importzoll von zehn Prozent auf fast alle Einfuhren. Darüber hinaus könnten noch „reziproke“ Zölle hinzukommen, die von US-Präsident Donald Trump bislang ausgesetzt wurden. Die ITC soll bis zum 2. Juni klären, welche Auswirkungen die ausländischen Subventionen auf die US-Industrie haben und welche konkreten Zollhöhen künftig gelten sollen.

Nach offiziellen Angaben aus China hatten die aus den betroffenen südostasiatischen Ländern stammenden Solarpaneele im Jahr 2023 einen Importwert von rund zwölf Milliarden US-Dollar. Die Untersuchung der US-ITC war nach Beschwerden von US-Herstellern aufgenommen worden, die sich durch die günstigen Importe benachteiligt sahen. Diese Entwicklung ist Teil des anhaltenden wirtschaftlichen Konflikts zwischen den USA und China, in dem es unter anderem um Handelsvorteile und geopolitischen Einfluss in Südostasien geht.

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