US-Rohöllagerbestände sinken, Kraftstoffvorräte steigen deutlich
EIA-Daten zeigen Rückgang der Rohölbestände, während Benzin- und Dieselvorräte zulegen.

Die US-amerikanischen Rohöllagerbestände sind in der vergangenen Woche gesunken, während die Bestände an Benzin und Dieselkraftstoff zugenommen haben. Das geht aus dem am Mittwoch veröffentlichten Wochenbericht der Energy Information Administration (EIA) hervor.
Die Rohöllagerbestände gingen um 640.000 Barrel auf 423,4 Millionen Barrel zurück. Analysten hatten im Vorfeld mit einem stärkeren Rückgang von 1,6 Millionen Barrel gerechnet. Die tatsächliche Abnahme fiel damit geringer aus als erwartet.
Lagerbestände in Cushing und Raffinerieauslastung
Die Lagerbestände am wichtigen Lieferhub Cushing in Oklahoma sanken im selben Zeitraum um 342.000 Barrel. Cushing gilt als zentraler Knotenpunkt für den US-Ölhandel und wird von Marktteilnehmern besonders genau beobachtet.
Die Raffinerien in den USA verarbeiteten pro Tag 256.000 Barrel weniger als in der Vorwoche. Die Auslastung der Raffinerien ging um einen Prozentpunkt auf 96,8 Prozent zurück. Dies deutet auf eine leichte Abschwächung der Verarbeitungsaktivitäten hin.
Benzin- und Dieselbestände steigen
Die Benzinvorräte stiegen um 794.000 Barrel auf 207,7 Millionen Barrel. Analysten hatten zuvor einen Rückgang der Benzinvorräte um eine Million Barrel prognostiziert. Der tatsächliche Anstieg kam daher für viele Marktbeobachter überraschend.
Die Distillatbestände, zu denen Diesel und Heizöl zählen, erhöhten sich um 1,6 Millionen Barrel auf 107,9 Millionen Barrel. Auch dies übertraf die Erwartungen der Analysten deutlich, die lediglich von einem Anstieg um 71.000 Barrel ausgegangen waren.
Rohöleinfuhren sinken
Die Netto-Rohöleinfuhren in die Vereinigten Staaten sanken in der Berichtswoche um 1,18 Millionen Barrel pro Tag. Dies deutet auf eine geringere Abhängigkeit von Importen oder eine veränderte Nachfragesituation hin.
Die wöchentlichen EIA-Daten gelten als wichtiger Indikator für die Angebots- und Nachfragesituation am US-Ölmarkt. Sie werden von Händlern und Analysten weltweit beachtet, da die USA als einer der größten Ölproduzenten und -verbraucher der Welt einen erheblichen Einfluss auf die globalen Rohstoffmärkte haben.
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