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Ölpreis fällt: US-Rohölbestände steigen, Saudi-Pipeline-Schließung belastet

Händler wägen steigende US-Lagerbestände gegen Versorgungsrisiken nach Angriff auf saudische Pipeline ab.

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Ölpreis fällt: US-Rohölbestände steigen, Saudi-Pipeline-Schließung belastet

Der Ölpreis ist am Mittwoch gefallen, nachdem ein Bericht über einen unerwarteten Anstieg der US-Rohölbestände veröffentlicht wurde. Händler wägen diese Entwicklung gegen die Befürchtungen über Versorgungsunterbrechungen nach einem von Iran unterstützten Angriff auf die East-West-Pipeline in Saudi-Arabien ab.

Futures für den internationalen Benchmark Brent-Rohöl zur Lieferung im November fielen um 1,02 Prozent auf 107,64 US-Dollar pro Barrel. Die US-amerikanischen West-Texas-Intermediate-Futures für Oktober gaben um 1,29 Prozent auf 104,46 US-Dollar pro Barrel nach.

Laut Reuters sind die Bestände an US-Rohöl, Benzin und Destillaten in der vergangenen Woche allesamt gestiegen. Das American Petroleum Institute (API) meldete einen Anstieg der Rohölbestände um 7,1 Millionen Barrel in der Woche bis zum 11. September. Analysten hatten hingegen mit einem Abbau von rund 1,6 Millionen Barrel gerechnet.

Versorgungsrisiken im Nahen Osten bleiben bestehen

Gleichzeitig verfolgen die Marktteilnehmer aufmerksam die Entwicklungen im Nahen Osten. Ein Angriff Irans auf die strategisch wichtige East-West-Pipeline Saudi-Arabiens hatte am Wochenende zu deren Schließung geführt. Die Pipeline ist eine zentrale Infrastruktur für den saudischen Öltransport.

Der US-Energieminister Chris Wright erklärte in einem Interview mit CNBC am Dienstag, dass es sich bei der Schließung um eine kurze Unterbrechung handele, die nur einige Tage andauern werde. Eine andere Einschätzung kommt von Andy Lipow, Präsident von Lipow Oil Associates. In einer Notiz vom Montag verwies er auf „Online-Bilder“ und prognostizierte, dass die Reparaturen Monate in Anspruch nehmen könnten.

Kosten des Nahostkonflikts steigen

Die finanziellen Belastungen durch den Nahostkonflikt rücken zunehmend in den Fokus. Ein am Dienstag veröffentlichter Bericht des parteilosen Congressional Budget Office (CBO) beziffert die Kosten des US-Krieges mit dem Iran für das Pentagon bis zum 1. August auf geschätzte 38,1 Milliarden US-Dollar. Für jeden zusätzlichen Monat der Kampfhandlungen könnten weitere zwei bis drei Milliarden US-Dollar hinzukommen.

Joseph Dahrieh, Managing Director bei der Brokerage Tickmill, gab einen Ausblick auf die weitere Entwicklung: „Mit Blick auf die Zukunft wird das Rohöl wahrscheinlich eng an die Sicherheitsbedingungen entlang der Exportrouten im Golf und am Tempo der Reparaturen an der saudischen Infrastruktur gebunden bleiben.“

Dahrieh fügte hinzu: „Jede weitere Störung der maritimen Ströme oder eine längere Ausfallzeit der Pipeline könnte den physischen Markt verknappen und den Preisanstieg verlängern.“ Die Unsicherheit über die Dauer der Pipeline-Schließung und die geopolitischen Risiken dürften den Ölmarkt daher auch in den kommenden Tagen in Atem halten.

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