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HSBC streicht 38.000-Dollar-Bonus für neue Banker in Hongkong

Die britische Großbank beendet die Schulgebühren-Subvention für Neueinstellungen im asiatischen Finanzzentrum.

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HSBC streicht 38.000-Dollar-Bonus für neue Banker in Hongkong

HSBC hat eine langjährige Vergünstigung für neue Mitarbeiter in Hongkong gestrichen: Die Bank zahlt künftig keine Subventionen mehr für Schulgebühren in Höhe von bis zu 38.000 US-Dollar (rund 300.000 Hongkong-Dollar) pro Jahr. Das berichtet die Financial Times unter Berufung auf ein internes Memo der Co-Chefs von HSBC Asien.

Die Maßnahme betrifft sowohl lokal eingestellte Mitarbeiter als auch solche, die von anderen Standorten nach Hongkong versetzt werden. Bestehende Mitarbeiter auf der Ebene von Direktoren und höher, die diesen Vorteil derzeit erhalten, sowie Mitarbeiter, deren Kind in diesem Jahr geboren wurde, bleiben weiterhin begünstigt. Das bestätigte ein mit der Änderung vertrauter Kreise.

Kostenreduzierung unter neuer Führung

Die Abschaffung des Vorteils ist die jüngste Sparmaßnahme von Chief Executive Georges Elhedery, der seit seiner Übernahme im Jahr 2024 die Wettbewerbsfähigkeit der Bank stärken will. Elhedery hat bereits eine umfassende Umstrukturierung eingeleitet, die unter anderem die Schließung der Division für Equity Capital Markets bei HSBC, die Zusammenlegung der M&A-Beratung in den USA und Europa sowie den vollständigen Rückzug aus einigen Märkten umfasst.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Financial Times berichtet, dass HSBC sein 160 Jahre altes Programm für internationale Manager stillschweigend beendet habe. Dieses Programm diente der Entwicklung der nächsten Führungsgeneration und zählte den ehemaligen Bankchef Stuart Gulliver zu seinen Alumni.

Hintergrund: Hohe Schulgebühren in Hongkong

Die Streichung fällt mit der Integration des 14 Milliarden US-Dollar schweren Buyouts der Hongkonger Bank Hang Seng zusammen, deren gleichrangige Senior-Mitarbeiter eine solche Subvention nicht erhalten. Auch Mitarbeiter mit Sitz in London bekommen diese Vergünstigung nicht.

Die Schulgebühren für einige der renommiertesten Sekundarschulen in Hongkong sind berüchtigt hoch. An der American School belaufen sich die jährlichen Gebühren für die Jahrgänge 11 bis 12 auf rund 242.700 Hongkong-Dollar (etwa 31.000 US-Dollar). Die Chinese International School verlangt für ihre Abschlussjahre sogar mehr als 350.000 Hongkong-Dollar pro Jahr.

Bank äußert sich zur Vergütungspolitik

Ein Sprecher von HSBC sagte auf Anfrage: „Wir konzentrieren uns darauf, unsere Mitarbeiter fair und wettbewerbsfähig zu vergüten. Mitarbeiter in Hongkong haben Zugang zu einem breiten und marktkonformen Gesamtvergütungspaket.“

Die Streichung der Subvention ist ein weiteres Zeichen für den Sparkurs bei HSBC. Die Bank hatte in der Vergangenheit großzügige Expatriate-Benefits genutzt, um hochrangige Mitarbeiter nach Asien zu locken. In einer Stadt, in der viele ausländische Fachkräfte ihre Kinder auf private internationale Schulen schicken, war dieser Vorteil besonders wertvoll. Mit der Abschaffung reagiert HSBC nun auf den zunehmenden Kostendruck und passt sich den veränderten Marktbedingungen an.

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