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US-Handelsminister Lutnick prognostiziert über 5% BIP-Wachstum

US-Handelsminister Howard Lutnick zeigt sich optimistisch für die amerikanische Wirtschaft und warnt die EU vor Vergeltungszöllen. Er erwartet für das erste Quartal ein BIP-Wachstum von über 5%.

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US-Handelsminister Lutnick prognostiziert über 5% BIP-Wachstum

US-Handelsminister Howard Lutnick hat beim Weltwirtschaftsforum in Davos eine bemerkenswert optimistische Prognose für die amerikanische Wirtschaft abgegeben. Er erwartet für das erste Quartal 2026 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von über 5% – und das bei einer Wirtschaftsleistung von 30 Billionen Dollar. Gleichzeitig warnte er die Europäische Union eindringlich vor Vergeltungsmaßnahmen im Zollstreit.

Deutlich optimistischer als andere Prognosen

Lutnicks Ausblick übertrifft die Erwartungen anderer Experten deutlich. US-Finanzminister Scott Bessent rechnet für das Gesamtjahr mit einem realen BIP-Wachstum zwischen 4% und 5%. Der Internationale Währungsfonds (IWF) ist noch zurückhaltender und prognostiziert lediglich 2,4% Wachstum für 2026. Lutnick betonte allerdings, seine Einschätzung sei eine persönliche Meinung, obwohl seine Behörde das Bureau of Economic Analysis beaufsichtigt, das die offiziellen US-BIP-Daten erstellt.

Niedrigere Zinsen als Wachstumstreiber

Der Handelsminister sieht in den aktuellen Zinssätzen das größte Hindernis für noch stärkeres Wachstum. "Unsere Zinssätze sollten viel niedriger sein, damit unsere Wirtschaft endlich florieren kann", erklärte Lutnick in Davos. Bei niedrigeren Zinsen würde die US-Wirtschaft sogar 6% Wachstum erreichen können. "Was uns zurückhält, sind wir selbst", so der Minister.

Warnung an die EU im Zollstreit

Scharf kritisierte Lutnick mögliche Vergeltungsmaßnahmen der EU auf die von Präsident Donald Trump angedrohten Zölle. Diese Zolldrohungen stehen im Zusammenhang mit Trumps Versuchen, die US-Kontrolle über Grönland zu erlangen. Sollte die EU mit Gegenzöllen reagieren, "dann sind wir wieder bei der 'Auge um Auge'-Eskalation der Zölle", warnte Lutnick.

Hoffnung auf Handelsabkommen

Trotz der angespannten Situation zeigt sich der Handelsminister optimistisch, dass eine Einigung möglich ist. Er verwies auf ähnliche Drohungen aus der Vergangenheit, als Trump erstmals Zölle auf EU-Waren erhob. Damals einigten sich beide Seiten auf ein Handelsabkommen. "Wenn wir einen Streit haben werden, dann sei es so. Aber wir wissen, wie es enden wird. Es wird auf vernünftige Weise enden", prognostizierte Lutnick.

IWF sieht KI-Investitionen als Treiber

Der IWF begründet seine leicht nach oben korrigierte Prognose von 2,4% für 2026 mit anhaltend starken Investitionen in Künstliche Intelligenz und einem günstigeren Zollausblick. Die Verbesserung um 0,3 Prozentpunkte gegenüber der Oktober-Schätzung zeigt eine vorsichtig positive Entwicklung. Allerdings könnte der relative Handelsfrieden durch die aktuellen Zolldrohungen und mögliche EU-Vergeltungsmaßnahmen gefährdet werden.

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