Trump verschiebt Fed-Chef-Entscheidung: Warsh bleibt Favorit
US-Präsident Donald Trump lässt sich mit der Nominierung des neuen Fed-Vorsitzenden Zeit. Während seines Davos-Besuchs wird es keine Ankündigung geben, wie das Weiße Haus mitteilte.

US-Präsident Donald Trump hat seine Entscheidung über die Besetzung des wichtigsten Postens in der amerikanischen Geldpolitik weiter aufgeschoben. Ein Beamter des Weißen Hauses teilte Reportern am Mittwoch mit, dass während Trumps Teilnahme am Weltwirtschaftsforum in Davos keine Ankündigung zur Nominierung des neuen Fed-Vorsitzenden erfolgen wird.
Warsh führt das Rennen an
Laut Prognosemärkten gilt der ehemalige Fed-Gouverneur Kevin Warsh derzeit als klarer Favorit für den einflussreichen Posten. Die Plattform Polymarket sieht seine Chancen bei 49 Prozent. Warsh war bereits von 2006 bis 2011 Mitglied im Board of Governors der Federal Reserve und gilt als erfahrener Geldpolitiker.
Auf dem zweiten Platz folgt Rick Rieder, Manager beim weltgrößten Vermögensverwalter BlackRock, dessen Wahrscheinlichkeit zuletzt auf 25 Prozent gestiegen ist. Der amtierende Fed-Gouverneur Christopher Waller kommt auf 13 Prozent, während Kevin Hassett, Direktor des Rates der Wirtschaftsberater, mit 9 Prozent bewertet wird.
Wichtige Weichenstellung für die Geldpolitik
Die Entscheidung über den Fed-Vorsitz hat weitreichende Bedeutung für die globalen Finanzmärkte. Der neue Chef der US-Notenbank wird maßgeblich über die künftige Zinspolitik und damit auch über die Entwicklung des Dollars mitentscheiden. Die aktuelle Amtszeit von Fed-Chef Jerome Powell läuft noch bis Mai 2026.
Trump berät nach Angaben von Bloomberg News weiterhin über seine Auswahl für diese Schlüsselposition. Wann der Präsident seine endgültige Entscheidung verkünden wird, bleibt vorerst offen. Beobachter gehen davon aus, dass die Ankündigung erst nach seiner Rückkehr aus der Schweiz erfolgen könnte.
