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US-Anleiherenditen fallen vor Datenflut – Dollar steigt, Pfund schwach

Investoren warten auf Fed-Protokolle und wichtige Wirtschaftsdaten nach dem verlängerten US-Feiertagswochenende.

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US-Anleiherenditen fallen vor Datenflut – Dollar steigt, Pfund schwach

Die Renditen von US-Staatsanleihen sind am Dienstag leicht gesunken, während sich Investoren auf eine Woche voller wichtiger Wirtschaftsdaten vorbereiten. Nach dem verlängerten Feiertagswochenende in den USA startete der Handel verhalten.

Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe fiel um mehr als 3 Basispunkte auf 4,023 Prozent. Auch die Rendite der 30-jährigen Anleihe sank auf 4,662 Prozent, während die 2-jährige Anleihe einen Rückgang von über 1 Basispunkt auf 3,397 Prozent verzeichnete. Anleiherenditen bewegen sich grundsätzlich invers zu den Preisen.

Der Markt richtet seinen Fokus auf die am Mittwoch anstehenden Protokolle der Federal Reserve. Diese sollen Aufschluss über die jüngste Zinsentscheidung und die künftige Geldpolitik geben. Händler gehen laut CME FedWatch Tool mit 90-prozentiger Wahrscheinlichkeit davon aus, dass die Fed die Zinsen in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent unverändert lässt.

Wichtige Wirtschaftsdaten im Fokus

Zusätzlich werden diese Woche mehrere verzögerte Wirtschaftsdaten erwartet. Am Mittwoch stehen Wohnungsmarktdaten für November und Dezember an. Am Freitag folgt der Index der persönlichen Konsumausgaben (PCE) für Dezember – der bevorzugte Inflationsindikator der Fed. Diese Daten könnten die langfristigen Zinsprognosen maßgeblich beeinflussen.

Bereits heute werden die ADP-Arbeitsmarktdaten sowie der Empire Manufacturing Index veröffentlicht. Analysten der ING erwarten beim Produktionsindex einen Rückgang auf knapp über sechs Punkte. Die Fed hatte bei ihrer letzten Sitzung die Zinsen unverändert gelassen und auf anhaltende Risiken für Inflation und Arbeitsmarkt hingewiesen.

Dollar gewinnt an Stärke

Der US-Dollar Index stieg am Dienstag um 0,2 Prozent auf 97,010 Punkte, nachdem er bereits in der vorangegangenen Sitzung um 0,2 Prozent zugelegt hatte. Analysten der ING führen die Unterstützung des Dollars auf den ruhigen Handelsstart nach dem US-Feiertag und eine kurzfristige Unterbewertung zurück.

Das britische Pfund geriet hingegen unter Druck und fiel um 0,3 Prozent auf 1,3594 Dollar. Grund waren schwache Arbeitsmarktdaten aus Großbritannien. Die Arbeitslosenquote stieg in den drei Monaten bis Dezember auf 5,2 Prozent – den höchsten Stand seit Anfang 2021. Gleichzeitig sank das Lohnwachstum ohne Boni auf 4,2 Prozent nach zuvor 4,5 Prozent.

Bei Fortbestehen dieser Trends wird eine Zinssenkung der Bank of England im März wahrscheinlicher. Der Euro notierte 0,1 Prozent tiefer bei 1,1846 Dollar im Vorfeld der Veröffentlichung des deutschen ZEW-Konjunkturindex. Analysten der ING favorisieren für den Rest der Woche eine Abwärtsbewegung für EUR/USD mit einem möglichen Test der Marke 1,1800.

Asiatische Währungen im Blick

Der japanische Yen erholte sich leicht von starken Verlusten und ließ USD/JPY um 0,3 Prozent auf 152,94 fallen. Die BIP-Daten für das vierte Quartal Japans fielen deutlich schwächer als erwartet aus, was Sorgen über nachlassendes Wachstum weckte. Gleichzeitig gibt es Berichte, dass die Bank of Japan Zinserhöhungen bereits im April in Betracht ziehen könnte.

Der chinesische Yuan handelte weitgehend unverändert bei 6,9087, nahe der Dreijahrestiefs, da die chinesischen Märkte geschlossen blieben. Der australische Dollar gab leicht auf 0,7068 nach, nachdem die Protokolle der Reserve Bank of Australia zeigten, dass die Entscheidungsträger nach der Zinserhöhung um 25 Basispunkte unentschlossen bezüglich weiterer Schritte waren.

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