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Trumps World Liberty Financial startet Rückkaufprogramm für WLFI-Token

Das Krypto-Startup der Trump-Familie will seinen Governance-Token zurückkaufen, die Finanzierung stammt unter anderem aus Stablecoin-Reserven.

• 2 Min
Trumps World Liberty Financial startet Rückkaufprogramm für WLFI-Token

World Liberty Financial, ein Krypto-Startup mit Unterstützung der Familie Trump, hat am Donnerstag ein Rückkaufprogramm für seinen WLFI-Governance-Token angekündigt. Die Finanzierung soll nach Unternehmensangaben aus einer ersten Zuteilung erfolgen, die Einnahmen aus den Reserven zur Absicherung des USD1-Stablecoins sowie weitere Quellen umfassen kann. Konkrete Angaben zur Anzahl der zurückzukaufenden Token machte World Liberty Financial nicht.

Die Ankündigung erfolgte über einen Social-Media-Beitrag. Darin erklärte das Unternehmen, es beabsichtige, Token-Rückkäufe als fortlaufenden Bestandteil seiner Strategie zu etablieren. Das Programm wäre damit nicht als einmalige Maßnahme angelegt, sondern als dauerhaftes Instrument der Token-Ökonomie.

Der WLFI-Token verliert seit den US-Mittelwahlen rund zehn Prozent

Der Zeitpunkt der Ankündigung fällt in eine schwache Phase für die Trump-nahen Kryptowährungen. Der WLFI-Token ist seit den US-Mittelwahlen zu Beginn dieser Woche um rund 10% gefallen und verzeichnet im Jahr 2026 einen Verlust von mehr als 60%. Ein weiteres mit Trump verbundenes Krypto-Asset, $TRUMP, rutschte diese Woche um 22% auf ein Allzeittief.

Als Hintergrund für die Kursbewegungen gilt der Ausgang der US-Mittelwahlen: Die Republikanische Partei verlor nach den berichteten Ergebnissen ihre Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses. Vor diesem Hintergrund stellt sich für Marktbeobachter die Frage, wie sich die Aussichten für Kryptowährungen unter einem von der Demokratischen Partei geführten Kongress entwickeln.

World Liberty Financial wurde 2024 von Donald Trump mitgegründet

World Liberty Financial wurde 2024 von Präsident Donald Trump, seinen drei Söhnen und einer Gruppe von Partnern gegründet, zu denen auch die Witkoff-Familie gehört. Die Familie Trump hält einen Anteil von 38% an World Liberty Financial und generiert Einnahmen durch den Verkauf oder die Nutzung ihrer Krypto-Token, darunter der WLFI-Token und der USD1-Stablecoin.

Für deutsche Anleger ist die Meldung insofern relevant, als sie zeigt, wie eng politische Entwicklungen in den USA und die Kursentwicklung von Krypto-Assets mittlerweile verzahnt sind. Der Rückkauf eines Governance-Tokens kann die Nachfrage nach dem Token stützen. Ob dieser Effekt eintritt, hängt allerdings von Umfang und Umsetzung ab, zu denen das Unternehmen bislang keine Angaben gemacht hat.

Für eine Einordnung ist wichtig, was World Liberty Financial nicht mitgeteilt hat: Weder ein Volumen noch ein Zeitplan oder Bedingungen für die Rückkäufe wurden genannt. Auch die genaue Höhe der Einnahmen aus den Reserven des USD1-Stablecoins blieb offen. Damit bleibt für Anleger unklar, in welchem Umfang das Programm den Kurs des WLFI-Tokens tatsächlich stützen könnte.

Das Beispiel verdeutlicht zugleich die Verbindung zwischen politischer Macht und Krypto-Geschäftsmodellen in den USA. World Liberty Financial verdient nach eigener Darstellung am Verkauf und der Nutzung seiner Token. Dieses Modell ist eng an die öffentliche Wahrnehmung der Familie Trump gekoppelt. Sollte sich das politische Umfeld nach den Mittelwahlen weiter verändern, dürfte das auch die Nachfrage nach diesen Token beeinflussen. Wie stark, lässt sich anhand der vorliegenden Informationen nicht seriös abschätzen — zu viele zentrale Parameter des Rückkaufprogramms sind bislang unbekannt.

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