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Trump schließt Zölle auf Goldimporte aus

Zollbehörde löste mit geänderter Klassifizierung Turbulenzen am Markt aus

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Trump schließt Zölle auf Goldimporte aus

Berichte über mögliche US-Einfuhrzölle auf Ein-Kilogramm-Goldbarren haben in den vergangenen Tagen zu erheblicher Unsicherheit auf dem Goldmarkt geführt. Nun hat US-Präsident Donald Trump öffentlich klargestellt, dass es keine Pläne für Zölle auf das Edelmetall gibt. Über seinen Kurznachrichtendienst Truth Social erklärte er, dass auf Gold keine Zölle erhoben würden. Diese Aussage beendete Spekulationen, die vor allem durch eine Entscheidung der US-Zollbehörde CBP ausgelöst worden waren.

Die CBP hatte in der vergangenen Woche nahegelegt, dass für die in den USA am häufigsten gehandelten Goldbarren ein anderer Zollcode verwendet werden müsse. Konkret sollten Ein-Kilogramm- und 100-Unzen-Barren unter den Code 7108.13.5500 fallen, während bislang der Code 7108.12.10 genutzt wurde. Nur letzterer ist jedoch von länderspezifischen Zöllen ausgenommen. Diese Änderung hätte insbesondere die Schweiz betroffen, die im Zeitraum von zwölf Monaten bis Juni Gold im Wert von 61,5 Milliarden Dollar in die USA exportiert hatte. Bei einem Zollsatz von 39 Prozent wären theoretisch Abgaben von rund 24 Milliarden Dollar fällig geworden.

Nach einem Bericht der Financial Times am Freitag reagierte der Markt umgehend. Der Goldpreis fiel zeitweise um rund 50 Dollar je Feinunze. Einige Händler und Raffinerien stoppten ihre Lieferungen in die USA, da unklar war, ob künftig Abgaben anfallen würden. Bis zu dieser Entwicklung galt in der Branche die Annahme, dass Edelmetalle grundsätzlich zollfrei in die USA eingeführt werden können. Experten vermuteten, dass die geänderte Zollauslegung auf ein Missverständnis oder ein administratives Versehen zurückzuführen sein könnte.

Die Diskussion um mögliche Goldzölle fügte sich in eine Reihe von Maßnahmen ein, mit denen die US-Regierung unter Trump in den vergangenen Monaten Handelspartner mit Strafzöllen belegt hat. Diese Politik hatte zuvor vor allem Produkte aus der Schweiz betroffen. In diesem Zusammenhang hatte die Nachrichtenagentur Reuters bereits am Freitag unter Berufung auf einen Regierungsvertreter gemeldet, dass Washington in Kürze Fehlinformationen korrigieren wolle.

Trotz der jüngsten Turbulenzen hält sich der Goldpreis in der Nähe seines historischen Höchststands. Zuletzt lag er bei 3.350 Dollar je Feinunze, nachdem er im April mit 3.500 Dollar ein Rekordhoch erreicht hatte. Seit Jahresbeginn ist der Preis für Gold in US-Dollar um fast 30 Prozent gestiegen. Damit bleibt das Edelmetall für Anleger attraktiv, auch wenn kurzfristige politische Entwicklungen wie die jüngsten Zollgerüchte für starke Schwankungen sorgen können.

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