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Tedi expandiert stark in Europa

Discounter setzt auf Übernahmen und Trendprodukte zur Marktstärkung

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Tedi expandiert stark in Europa

Der Discounter Tedi verfolgt eine aggressive Expansionsstrategie in Europa, um dem wachsenden Druck durch Konkurrenten wie die niederländische Kette Action entgegenzuwirken. Tedi-Chef Petar Burazin äußerte, dass im vergangenen Jahr 333 neue Filialen eröffnet wurden, darunter 93 in Deutschland. In diesem Jahr sollen die Neueröffnungen noch zunehmen, mit dem Ziel, das Filialnetz auf bis zu 10.000 Geschäfte auszubauen. Trotz bereits über 1900 Standorten in Deutschland plant das Unternehmen, weitere 1000 zu eröffnen.

Die Konkurrenz im Non-Food-Sektor ist intensiv, insbesondere durch das rasante Wachstum von Action, das im ersten Halbjahr einen Umsatzanstieg von 20 Prozent auf 6,2 Milliarden Euro verzeichnete. Auch Woolworth, eine Kette, die wie Tedi im Besitz von Stefan Heinig ist, expandiert zügig und plant die Eröffnung von 150 neuen Standorten in Deutschland in diesem Jahr. Woolworth hat seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2022/23 um 25 Prozent auf 804 Millionen Euro gesteigert.

Neben der Eröffnung neuer Filialen sucht Tedi aktiv nach Übernahmemöglichkeiten, um sein Wachstum zu beschleunigen. Burazin erklärte, dass das Unternehmen offen für alle Angebote sei und Übernahmen nicht nur zusätzliche Verkaufsfläche, sondern auch wertvolles Know-how und qualifizierte Mitarbeiter bringen könnten. In Belgien hat Tedi kürzlich zehn Standorte des insolventen Händlers Bristol übernommen, und auch in Deutschland gibt es Potenzial für Übernahmen, insbesondere bei kleineren Discountern, die im Vergleich zu großen Ketten wie Tedi und Action unter Druck geraten.

Die Marktanteile verschieben sich zunehmend zugunsten der Non-Food-Discounter, die Aldi und Lidl Umsatz abziehen. Verbraucher gaben im Jahr 2023 etwa 6,2 Milliarden Euro bei Non-Food-Discountern aus, während die Ausgaben für Non-Food-Artikel bei Lebensmitteldiscountern gesenkt wurden. Diese Entwicklung wird teilweise auf steigende Lebensmittelpreise zurückgeführt, die dazu führen, dass weniger Käufer nebenbei Aktionsware erwerben.

Tedi setzt auf eine breite Produktpalette, mit rund 17.000 verschiedenen Artikeln, was als Wettbewerbsvorteil angesehen wird. Im Vergleich dazu bieten Lidl und andere Lebensmittel-Discounter bei einer größeren Verkaufsfläche deutlich weniger Artikel an. Um die Zielgruppe zu erweitern, plant Tedi, stärker auf trendige Produkte zu setzen, die in sozialen Medien populär sind, und die Präsentation der Waren zu modernisieren, ohne jedoch die Kosten der Filialen übermäßig zu steigern. Burazin sieht im stationären Handel viel Potenzial und lehnt einen verstärkten Fokus auf den Onlinehandel ab.

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