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Mulberry lehnt Übernahmeangebot von Frasers ab

Mehrheitsaktionär Challice setzt auf finanzielle Eigenunterstützung des Unternehmens

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Mulberry lehnt Übernahmeangebot von Frasers ab

Der britische Luxushandtaschen-Hersteller Mulberry, der derzeit wirtschaftliche Schwierigkeiten hat, hat eine Übernahmeofferte der Handelskette Frasers in Höhe von 83 Millionen Pfund abgelehnt. Diese Entscheidung wurde damit begründet, dass Challice, der größte Anteilseigner von Mulberry, das Angebot des zweitgrößten Aktionärs Frasers nicht unterstützt. Am Dienstag gab das Unternehmen bekannt, dass Challice plant, Mulberry weiterhin finanziell zu unterstützen, statt der Übernahme zuzustimmen.

Bereits am Freitag hatte Mulberry angekündigt, Kapital von seinen Anteilseignern einsammeln zu wollen, um die finanzielle Stabilität des Unternehmens zu sichern. Teil dieser Pläne ist ein Vorschlag, bei dem Challice, mit einem Anteil von 56 Prozent, zehn Millionen Pfund in das Unternehmen investieren soll. Challice ist eine Finanzgesellschaft aus Singapur, die von den Milliardären Christina Ong und Ong Beng Seng kontrolliert wird.

Der Vorstand von Mulberry erklärte, Challice unterstütze die Strategie des Unternehmens und habe kein Interesse daran, das Übernahmeangebot von Frasers zu befürworten. Challice sieht es offenbar als sinnvoller an, das Unternehmen finanziell zu stabilisieren, statt einer Übernahme zuzustimmen. Diese Entscheidung ist ein deutlicher Ausdruck des Vertrauens von Challice in die zukünftige Entwicklung von Mulberry.

Frasers, das von Mike Ashley, dem Gründer der Firma, kontrolliert wird, hat nun bis zum 28. Oktober Zeit, ein offizielles Angebot abzugeben oder von dem Vorhaben zurückzutreten. In seinem bisherigen Angebot signalisierte Frasers die Bereitschaft, die geplante Zeichnung vollständig zu übernehmen und Mulberry möglicherweise sogar zu besseren Konditionen zu unterstützen. Diese Entwicklung stellt eine potenzielle Chance für Mulberry dar, die finanzielle Krise zu überwinden. Frasers hat in der Vergangenheit bereits mehrfach ähnliche Investitionen getätigt und könnte auch in diesem Fall ein strategischer Partner sein.

Derzeit bleibt jedoch unklar, wie Mulberry in den nächsten Wochen vorgehen wird und ob Frasers tatsächlich ein formelles Angebot unterbreiten wird. Die Entscheidung von Challice, das Angebot nicht zu unterstützen und stattdessen den bisherigen Kurs des Unternehmens zu bekräftigen, deutet darauf hin, dass Mulberry vorerst unabhängig bleiben möchte und auf eine Stärkung seiner finanziellen Basis setzt.

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