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Tech-Giganten verlieren Billionen: KI-Investitionen belasten Microsoft und Amazon massiv

Massive Marktverluste bei US-Technologiekonzernen, während europäische Märkte sich leicht erholen können.

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Tech-Giganten verlieren Billionen: KI-Investitionen belasten Microsoft und Amazon massiv

Die weltgrößten Technologiekonzerne erleben nach Jahren überdurchschnittlicher Kursgewinne einen drastischen Bewertungsrückgang. Investoren zweifeln zunehmend daran, ob die enormen Investitionen in Künstliche Intelligenz kurzfristig ausreichende Renditen abwerfen können. Die Marktpsychologie hat sich grundlegend gewandelt: Anleger fordern nun schnelle Gewinnsichtbarkeit statt langfristiger KI-Versprechen.

Besonders hart trifft es <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3AMSFT">Microsoft, dessen Aktien seit Jahresbeginn um 17 Prozent eingebrochen sind. Die Marktkapitalisierung schrumpfte um 613 Milliarden US-Dollar auf 2,98 Billionen Dollar. Analysten führen dies auf wachsende Bedenken bezüglich der KI-Risiken und zunehmenden Wettbewerb durch Googles Gemini sowie Anthropics Claude zurück. Amazon verzeichnet einen Kursverlust von 13,85 Prozent, was einem Marktwert-Rückgang von 343 Milliarden Dollar entspricht – und das, obwohl der Konzern seine Investitionsausgaben in diesem Jahr um über 50 Prozent steigern will.

Auch andere Tech-Schwergewichte müssen massive Verluste hinnehmen. Nvidia verlor 89,67 Milliarden Dollar an Börsenwert, Apple büßte 256,44 Milliarden Dollar ein, und Alphabet musste einen Rückgang von 87,96 Milliarden Dollar verkraften. Diese Entwicklung signalisiert eine fundamentale Neubewertung der KI-Euphorie, die den Sektor jahrelang getrieben hatte.

Asiatische Chipkonzerne als Gewinner

Im Gegensatz zu den US-Technologiegiganten konnten asiatische Halbleiterhersteller deutlich zulegen. TSMC steigerte seine Marktkapitalisierung um beeindruckende 293,89 Milliarden Dollar auf 1,58 Billionen Dollar. Samsung Electronics erhöhte seinen Marktwert um 272,88 Milliarden auf 817 Milliarden Dollar. Auch der Einzelhandelsriese Walmart profitierte von der Umschichtung und legte um 179,17 Milliarden Dollar zu.

Die europäischen Aktienmärkte zeigten sich am Montag widerstandsfähiger. Der pan-europäische STOXX-Index gewann 0,2 Prozent auf 618,91 Punkte. Dies folgt auf eine volatile Phase Ende Januar, die durch Sorgen über KI-Disruption ausgelöst wurde. Dennoch hatte der Index in der Vorwoche ein Rekordhoch erreicht und die dritte Gewinnwoche in Folge verzeichnet.

Finanzwerte erholen sich deutlich

Besonders stark erholten sich europäische Finanzwerte, die zuvor unter KI-Disruptionsängsten gelitten hatten. Bankaktien stiegen um 1,7 Prozent, Versicherungen legten um 1 Prozent zu. Britische Banken wie NatWest und Barclays führten die Gewinne im FTSE 100 an, der um 0,41 Prozent auf 10.488,79 Punkte zulegte.

Analysten der Deutschen Bank warnen jedoch vor anhaltender Volatilität. Die Unsicherheit über strukturelle Gewinner und Verlierer der KI-Entwicklung werde weiterhin große Stimmungsschwankungen ermöglichen. Dennoch überrascht die europäische Berichtssaison positiv: 60 Prozent der Unternehmen übertrafen die Gewinnerwartungen, verglichen mit typischerweise 54 Prozent. Die Gewinne fielen nur um 1,1 Prozent statt der prognostizierten 4 Prozent.

Für die kommenden Tage stehen wichtige Unternehmensmeldungen von Orange, Airbus und BE Semiconductor an. In der Eurozone wird eine Zunahme der Industrieproduktion im Dezember um 1,3 Prozent im Jahresvergleich erwartet. In Großbritannien richten sich die Blicke auf Inflations- und Einzelhandelsdaten sowie erste Schätzungen zur Fertigungsaktivität. Trotz noch hoher Inflation preisen die Märkte eine Zinssenkung der Bank of England um 25 Basispunkte für nächsten Monat ein.

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