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September-Effekt 2026: Historische Daten raten Anlegern zur Ruhe

Der September-Effekt zeigt sich 2026 deutlich. Historische Daten raten Anlegern zur Ruhe.

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September-Effekt 2026: Historische Daten raten Anlegern zur Ruhe

Der September gilt an der Börse traditionell als schwächster Monat des Jahres. Auch in diesem Jahr zeigt sich der sogenannte „September-Effekt“ bereits deutlich: Der Nasdaq Composite liegt im laufenden Monat rund 1,5 Prozent im Minus, der S&P 500 gibt sogar um 1,75 Prozent nach. Einige Einzelwerte wie Micron Technology verzeichnen mit minus 3,4 Prozent noch stärkere Verluste. Eine aktuelle Analyse von The Motley Fool zeigt jedoch, dass Anleger gut beraten sind, trotz der Kursschwäche investiert zu bleiben.

Der September-Effekt ist kein Mythos, sondern ein statistisch belegbares Phänomen. Seit 1985 verzeichnete der Nasdaq Composite im September eine durchschnittliche Rendite von minus 0,5 Prozent – der einzige Monat, in dem der Index im Schnitt negativ abschneidet. Beim S&P 500 liegt die durchschnittliche September-Rendite seit 1950 bei minus 0,6 Prozent. Nur der Februar weist mit einer kaum negativen Durchschnittsrendite ebenfalls ein Minus auf, fällt aber deutlich milder aus.

Historische Daten zeigen: Kein Grund zur Panik

Betrachtet man einzelne Jahre statt der Durchschnittswerte, bestätigt sich das Bild. Der Nasdaq verzeichnete seit 1985 insgesamt 18 positive und 22 negative Septembers. Die geringsten positiven Renditen aller Monate entfallen ebenfalls auf den September. Der S&P 500 hatte seit 1950 in 34 Jahren einen positiven September und in 41 Jahren einen negativen. Das entspricht einer Wahrscheinlichkeit für eine negative Rendite von knapp 55 Prozent – also nur geringfügig schlechter als ein Münzwurf.

Die entscheidende Frage für Anleger lautet daher: Sollte man seine Aktien Ende August verkaufen, um dem September-Effekt zu entgehen? Die historische Entwicklung spricht dagegen. Zwar wäre man in etwas mehr als der Hälfte der Fälle mit einem solchen Schritt besser gefahren. Doch das Problem liegt im Timing des Wiedereinstiegs.

Die Erholung kommt schnell

Der Oktober weist sowohl beim Nasdaq als auch beim S&P 500 eine durchschnittliche Rendite von plus 1,0 Prozent auf. Der November ist sogar der stärkste Monat des Jahres: Der Nasdaq verzeichnet hier eine durchschnittliche Rendite von plus 1,8 Prozent, der S&P 500 von plus 1,6 Prozent. Wer also im September investiert bleibt, macht in einem durchschnittlichen Jahr alle Verluste bis Ende Oktober wieder wett – und liegt danach sogar vorn.

Hinzu kommt, dass Einzelwerte den Markt deutlich übertreffen können. Wer beispielsweise seine Micron-Aktien Ende August verkauft hätte, um dem September-Effekt zu entgehen, hätte bis Anfang Oktober einen Gewinn von 13 Prozent verpasst. Die Geschichte zeigt: Es lohnt sich nicht, den Markt durch schnelles Ein- und Aussteigen timen zu wollen.

Fazit für Anleger

Der September-Effekt mag unangenehm sein, aber er ist kein Grund für überstürzte Verkäufe. Kluge Anleger bleiben langfristig investiert und vertrauen auf die historisch belegte Erholung in den Folgemonaten. Wer jetzt panisch verkauft, riskiert nicht nur, die Verluste zu realisieren, sondern auch die oft kräftige Erholung im Oktober und November zu verpassen. Die Börsenhistorie rät zu Geduld – nicht zu Aktionismus.

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