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Nasdaq-100 nach Dotcom-Blase: 83% Verlust und 15 Jahre Geduld

Wer 2000 zur Höchstzeit kaufte, brauchte bis 2015, um wieder auf Null zu kommen.

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Nasdaq-100 nach Dotcom-Blase: 83% Verlust und 15 Jahre Geduld

Die Geschichte des Nasdaq-100 an seinem Dotcom-Höhepunkt ist eine der schmerzhaftesten Lektionen für Anleger. Wer am 27. März 2000 zur Höchstzeit in den Invesco QQQ Trust (QQQ) investierte, erlebte einen dramatischen Absturz: Der Fonds fiel um 83 Prozent von seinem Rekordhoch bei 117,75 Dollar auf den Tiefststand im Oktober 2002.

Selbst mit reinvestierten Dividenden dauerte es bis Februar 2015, also fast 15 Jahre, bis sich das ursprünglich investierte Kapital wieder erholt hatte. Aus 10.000 Dollar wurden zwischenzeitlich nur noch rund 1.700 Dollar – ein Verlust, der viele Anleger zur Aufgabe bewog.

Doch die Geschichte endet nicht im Desaster. Wer die Nerven behielt und über den gesamten Zeitraum investiert blieb, konnte aus den ursprünglichen 10.000 Dollar am Ende etwa 72.000 Dollar machen. Das entspricht einer jährlichen Rendite von rund 5,5 Prozent – respektabel, aber weit entfernt von den Traumrenditen, die viele in der Blasenzeit erwarteten.

Die verlorenen Jahre der Tech-Giganten

Besonders eindrucksvoll zeigen zwei einstige Schwergewichte der Technologiebranche, wie tief und lang die Narben der Dotcom-Blase reichten. Cisco Systems, damals einer der wertvollsten Konzerne der Welt, benötigte bis Dezember 2025, um wieder über seinem Höchststand aus dem Jahr 2000 zu schließen. Das sind mehr als 25 Jahre.

Intel, der Chip-Riese, schaffte diese Marke immerhin etwas früher – im April 2025. Auch das sind rund 25 Jahre ohne Kursgewinn auf dem Papier, selbst wenn man Dividenden berücksichtigt. Beide Unternehmen galten zur Jahrtausendwende als unverwundbare Giganten der New Economy.

Was Anleger daraus lernen können

Die Zahlen machen deutlich: Timing ist am Aktienmarkt nicht alles – aber es ist viel. Wer zu überhöhten Bewertungen kauft, kann Jahrzehnte auf eine Erholung warten. Der Nasdaq-100 als Index erholte sich letztlich, aber die Einzeltitel Cisco und Intel zeigen, dass nicht jedes Unternehmen diesen Weg mitgeht.

Für deutsche Anleger, die heute in Technologie-ETFs wie den Invesco QQQ oder ähnliche Produkte investieren, ist dies eine wertvolle historische Erinnerung. Aktuelle Bewertungen im Technologiesektor sind nach Jahren der Rallye wieder ambitioniert. Ein Blick auf die Dotcom-Blase mahnt zur Vorsicht – auch wenn die heutige Situation in vielen Punkten nicht mit dem Jahr 2000 vergleichbar ist.

Die Lektion der Dotcom-Blase ist nicht, dass man niemals in Technologie investieren sollte. Sondern dass man die Bewertungen im Auge behalten und vor allem eines mitbringen muss: einen langen Atem und die Fähigkeit, Kurseinbrüche von über 80 Prozent auszusitzen.

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