Schmuckumsätze beleben sich: Generation Z und Reiche treiben Nachfrage
Schmuckverkäufe geben Einzelhändlern neuen Auftrieb – wohlhabende Käufer kaufen ungeachtet der Inflation.

Die Schmuckverkäufe haben den Einzelhändlern in diesem Jahr einen Hauch von Hoffnung gegeben. Wohlhabendere Käufer kaufen weiter eifrig ein, als gäbe es keine Inflation. In jüngsten Quartalsberichten hoben Führungskräfte von Warenhausketten wie Macy's und Kohl's Schmuck als Stärke hervor.
Ein Executive von Kohl's erklärte kürzlich, dass Schmuck „offenbar ein Trend ist, der bei unseren Kunden weiterhin äußerst gut ankommt“. Auch das Management des Einkaufszentrum-Betreibers Simon Property Group gab an, dass Schmuck zu den Kategorien gehöre, die es am meisten begeisterten.
Zwei Treiber: Generation Z und Ultra-Reiche
Analysten sehen zwei wesentliche Treiber hinter der Entwicklung. Zum einen sucht die Generation Z nach sogenannten „kleinen Vergnügungen“ – erschwingliche Luxusartikel, die den Alltag aufwerten. Zum anderen setzen die Ultra-Reichen verstärkt auf massives Gold und hochwertige Schmuckstücke als Wertanlage.
Einige Analysten sind zudem der Ansicht, dass die sogenannte „Quiet Luxury“ – dezente, aber teure Stile, wie sie in Fernsehserien wie „Succession“ gezeigt werden – allmählich aus der Mode kommt. Der Kauftrend wechselt demnach zu auffälligeren Stücken, was die Nachfrage zusätzlich beflügeln dürfte.
Bedeutung für den deutschen Markt
Für deutsche Anleger ist die Entwicklung relevant, da viele internationale Einzelhandelskonzerne und Luxusgüterhersteller auch in Europa stark vertreten sind. Steigende Schmuckumsätze könnten ein Indikator für eine anhaltende Konsumfreude in höheren Einkommensschichten sein – trotz anhaltender Inflationssorgen.
Die positive Dynamik im Schmucksegment zeigt, dass bestimmte Konsumbereiche weiterhin robust wachsen, während andere Sektoren unter Druck stehen. Anleger sollten die Quartalszahlen der großen Einzelhändler daher genau im Auge behalten, um frühzeitig Trends zu erkennen.
