Rohstoffboom beflügelt Austral-Dollar und Staatsanleihen
Rohstoffboom treibt Austral-Dollar – Anleihen mit AAA-Rating im Fokus

Der Rohstoffboom beschert Australien eine goldene Zeit. Steigende Preise für Kohle, Erdgas und Eisenerz treiben die Nachfrage nach der australischen Währung in die Höhe. Für Anleger ergeben sich daraus interessante Perspektiven – allerdings mit einem erhöhten Risiko durch die volatile Währung.
Rohstoffpreise schießen nach oben
Die weltweite Ölpreishausse hat auch die Preise für andere Rohstoffe kräftig steigen lassen. Kohle verteuerte sich in den vergangenen zwölf Monaten um rund 45 Prozent. Davon profitiert vor allem Australien: Das Land ist für etwa ein Viertel der globalen Kohleexporte verantwortlich.
Noch deutlicher fällt der Preisanstieg bei verflüssigtem Erdgas (LNG) aus. Hier haben sich die Notierungen im selben Zeitraum mehr als verdoppelt. Australien zählt mit einem in diesem Jahr möglichen Exportvolumen von über 60 Milliarden Dollar zu den drei größten LNG-Anbietern weltweit.
Eisenerz zieht nach
Das wichtigste Exportgut Australiens ist jedoch Eisenerz. Zwar entwickelte sich der Preis hier zuletzt nicht ganz so dynamisch wie bei Kohle und Erdgas, doch auch bei diesem Rohstoff zeigt die Preiskurve seit einigen Wochen nach oben. Der anhaltende Rohstoffhunger – insbesondere aus China – stützt die Nachfrage.
Australischer Dollar legt zu
Die starke Rohstoffnachfrage beflügelt auch den australischen Dollar. Gegenüber dem Euro ist die Währung innerhalb eines Jahres von 0,56 auf 0,62 Euro gestiegen. Analysten sehen weiteres Potenzial: Die anhaltende Nachfrage nach Rohstoffen, die solide Entwicklung der australischen Wirtschaft und das im Vergleich zu Europa höhere Zinsniveau könnten den Kurs in den nächsten Jahren in Richtung 0,70 Euro klettern lassen.
Staatsanleihen mit Renditechance
Australische Staatsanleihen erhalten von der Ratingagentur S&P die Bestnote AAA. In Kombination mit der starken Währung werden sie für Anleger zunehmend attraktiv. Allerdings warnt der Artikel: Wegen der beweglichen Währung ist das Gesamtrisiko erhöht. Während die Anleihen selbst als sicher gelten, können Währungsschwankungen die Rendite für ausländische Investoren deutlich beeinflussen.
Für deutsche Privatanleger, die über Anleihen-ETFs oder direkt in australische Staatsanleihen investieren möchten, bedeutet dies: Die Chance auf Währungsgewinne ist real, aber das Risiko von Kursverlusten durch einen fallenden Austral-Dollar sollte nicht unterschätzt werden.
