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Rekordspritpreise im September: Tankrabatt startet ab Oktober

Der September war der teuerste Tankmonat aller Zeiten – doch ab Donnerstag soll der zweite Tankrabatt Entlastung bringen.

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Rekordspritpreise im September: Tankrabatt startet ab Oktober

Der September ist der teuerste Tankmonat seit Beginn der Aufzeichnungen. Selbst der Gratis-Sprit am Monatsletzten konnte die Bilanz nicht mehr retten. Das geht aus ADAC-Daten hervor, die die dpa ausgewertet hat. Damit wurden die bisherigen Rekordmonate August und April deutlich übertroffen.

Im Schnitt kostete der Liter Super E10 im September rund 2,27 Euro. Für Diesel lag der Monatsdurchschnitt bei 2,38 bis 2,39 Euro pro Liter. Zum Vergleich: Der bisherige E10-Rekordwert hatte bei 2,145 Euro gelegen, der alte Diesel-Höchststand bei 2,263 Euro. Die neuen Marken liegen also spürbar darüber.

Den Tagesrekord bei E10 markierte der 3. September mit 2,22 Euro pro Liter – dieser Wert löste den bisherigen Rekord aus dem Jahr 2022 ab. Beim Diesel war der 17. September der teuerste Tag: Hier wurden 2,47 Euro pro Liter fällig. Am heutigen Morgen um 8 Uhr notierte E10 bei 2,23 Euro, Diesel bei 2,38 Euro. Grundlage der Erhebung sind rund 15.000 analysierte Tankstellen.

Warum die Preise explodierten

Als Treiber nennt die Quelle den Iran-Krieg und die Schließung der Straße von Hormus. Dadurch wurden die Ölexporte aus der Golf-Region massiv eingeschränkt. Hinzu kommt ein Mangel an Raffineriekapazitäten, der das Angebot zusätzlich verknappte. Beide Faktoren zusammen erklären den außergewöhnlichen Preisanstieg im September.

Für Autofahrerinnen und Autofahrer soll nun der zweite Tankrabatt Entlastung bringen. Er startet am Donnerstag um 0.00 Uhr, also zum 1. Oktober. Die Steuerkürzungen senken den Literpreis um knapp 17 Cent. Für den Oktober werden die Preise daher eher fallend erwartet.

Allerdings dürfte die volle Wirkung erst nach und nach sichtbar werden. Solange nicht alle Tankstellen beliefert sind, zeigt sich der Rabatt nicht überall gleichzeitig. Der Rabatt gilt zudem nur für Kraftstoff ab Raffinerie und Tanklager – er setzt also an einer frühen Stufe der Lieferkette an.

Der erste Rabatt und seine Kritik

Bereits im Mai und Juni hatte es einen ersten Tankrabatt gegeben. Dessen Weitergabe war umstritten: Das ifo-Institut, die Monopolkommission und das Bundeskartellamt kamen zu dem Ergebnis, dass die Entlastung nicht vollständig an die Verbraucher weitergegeben wurde. Der Branchenverband Wirtschaftsverband Fuels und Energie (en2x) widersprach dieser Darstellung stets.

Hauptgeschäftsführer Christian Küchen betonte mit Blick auf den neuen Rabatt: "Die neuerliche Senkung von Energie- und Mehrwertsteuer wird ab 1. Oktober um Mitternacht ohne Einschränkungen und Aufschläge weitergegeben - wie schon im Mai und Juni". Er verwies zugleich darauf, "dass sich neben den Steuersätzen andere Kostenfaktoren häufig ändern, die für die Preisbildung an Tankstellen ebenso relevant sind". Schon im Mai hatte sich die Preissenkung in der ersten Nacht gezeigt.

Kritisch wird in der Debatte angemerkt, dass der Bund die Tankentlastung finanziert, während gleichzeitig das Deutschlandticket teurer wird. Nach einem Bericht der Rheinischen Post soll es im nächsten Jahr 67 Euro kosten. Für Privatanleger und Pendler bedeutet das: Die Entlastung an der Zapfsäule fällt mit einer höheren Belastung beim Nahverkehr zusammen.

Wer auf das Auto angewiesen ist, sollte die Preisentwicklung in den ersten Oktobertagen genau beobachten. Erfahrungsgemäß lohnt es sich, vor dem Tanken die aktuellen Tagespreise zu vergleichen, da die Spannen zwischen den Stationen groß sein können. Ob der Rabatt diesmal vollständig ankommt, dürfte auch davon abhängen, wie sich die Rohölversorgung und die Raffineriekapazitäten weiterentwickeln.

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