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Peru steigert Goldexporte nach China rasant

Nachfrageboom treibt Rekorderlöse, Sorgen über illegale Minen wachsen

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Peru steigert Goldexporte nach China rasant

Perus Goldexporte nach China haben in den ersten sechs Monaten des Jahres 2025 bereits das gesamte Vorjahresvolumen übertroffen. Nach Angaben der Regierung beliefen sich die Ausfuhren von Januar bis Juni auf 947 Millionen US-Dollar, was fast einer Vervierfachung im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres entspricht. Bereits 2024 hatte Peru Gold im Wert von 885 Millionen US-Dollar nach China geliefert und damit einen Anstieg um 410 Prozent gegenüber den 173 Millionen US-Dollar aus dem Jahr 2023 verzeichnet.

Die Entwicklung fällt in eine Phase steigender Nachfrage nach Gold weltweit. Das Edelmetall gilt als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten, und die Preise hatten im vergangenen Jahr historische Höchststände erreicht. Handelskonflikte zwischen den Vereinigten Staaten und China haben den Trend zusätzlich befeuert und die Attraktivität des Rohstoffs auf den internationalen Märkten weiter erhöht.

Peru gehört zu den führenden Goldproduzenten der Welt, und die Branche trägt wesentlich zu den Exporterlösen des Landes bei. Im ersten Halbjahr 2025 stiegen die weltweiten Goldexporte Perus um 46 Prozent im Jahresvergleich und erreichten einen Gesamtwert von 8,57 Milliarden US-Dollar. China rangiert dabei als viertgrößter Abnehmer hinter Kanada, Indien und der Schweiz, hat seinen Anteil jedoch innerhalb kurzer Zeit erheblich ausgeweitet.

Die zunehmende Bedeutung Chinas als Absatzmarkt geht einher mit wachsenden Diskussionen über die Herkunft des Goldes. Ein erheblicher Teil der Förderung stammt aus Minen, die ohne offizielle Genehmigungen betrieben werden. Diese illegalen Abbaustätten verstoßen häufig gegen Umweltauflagen und stehen im Verdacht, mit gewaltsamen Auseinandersetzungen in Zusammenhang zu stehen. Trotz dieser Problematik verzeichnet die legale Produktion einen anhaltenden Aufwärtstrend, was die Exportzahlen weiter in die Höhe treibt.

Die Regierung in Lima sieht sich daher mit einer doppelten Herausforderung konfrontiert: Einerseits gilt es, die Chancen des boomenden Goldmarktes für die Wirtschaft zu nutzen, andererseits müssen Maßnahmen ergriffen werden, um die Ausbreitung illegaler Förderstätten einzudämmen. Währenddessen verstärkt China seine Rolle als strategischer Käufer, was die Handelsbeziehungen zwischen beiden Staaten weiter vertieft und Perus Abhängigkeit von diesem Absatzmarkt erhöht.

Mit Blick auf die weltwirtschaftliche Lage und die geopolitischen Spannungen dürfte die Nachfrage nach Gold auch in den kommenden Monaten hoch bleiben. Peru profitiert von diesem Trend, steht jedoch zugleich vor strukturellen Problemen im Bergbausektor, die sich durch die anhaltend starke Exportdynamik nicht von selbst lösen werden.

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