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Goldpreis stabil vor Jackson Hole Treffen

Anleger warten auf Fed-Signale, während Trump über Ukraine-Sicherheit spricht

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Goldpreis stabil vor Jackson Hole Treffen

Der Goldpreis hat sich am Dienstag stabil gezeigt, während Anleger auf das Symposium der US-Notenbank in Jackson Hole warten, das in dieser Woche stattfinden wird. Investoren erhoffen sich von den Reden führender Vertreter der Federal Reserve Hinweise auf mögliche Zinssenkungen und damit auf die künftige Geldpolitik. Spotgold stieg im frühen Handel leicht um 0,2 Prozent auf 3.337,62 US-Dollar je Feinunze, während die US-Goldfutures für Dezember um 0,1 Prozent auf 3.381,50 US-Dollar zulegten.

Das dreitägige Symposium in Jackson Hole, das vom 21. bis 23. August angesetzt ist, gilt als wichtiger Orientierungspunkt für die Finanzmärkte. Vor allem die Rede von Fed-Chef Jerome Powell wird mit Spannung erwartet, da sie Auskunft über den wirtschaftlichen Ausblick und den geldpolitischen Kurs der Zentralbank geben könnte. Marktbeobachter gehen derzeit mit einer Wahrscheinlichkeit von 84 Prozent von einer Zinssenkung um 25 Basispunkte bei der nächsten Fed-Sitzung aus.

Gold gilt traditionell als Profiteur in einem Umfeld niedriger Zinsen und wirtschaftlicher Unsicherheit. Viele Analysten sehen in der anhaltenden Konsolidierung des Edelmetalls eine Abwartehaltung, bis ein klarer Impuls vonseiten der Notenbank kommt. Auch das Protokoll der Fed-Sitzung im Juli, das am Mittwoch veröffentlicht werden soll, könnte weitere Hinweise auf die Richtung der Geldpolitik liefern.

Parallel zu den geldpolitischen Erwartungen stehen geopolitische Entwicklungen im Fokus. US-Präsident Donald Trump versicherte seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj, dass Washington in einem möglichen Friedensabkommen mit Russland die Sicherheit der Ukraine garantieren werde. Trump sprach von einem „sehr guten“ Treffen mit Selenskyj und erklärte, er habe bereits mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin telefoniert, um ein mögliches Treffen zwischen den beiden Staatschefs vorzubereiten. Wenige Tage zuvor war Trump in Alaska mit Putin zusammengetroffen, allerdings ohne greifbare Ergebnisse.

Auch die langfristigen Prognosen für den Goldmarkt haben sich verändert. Die Schweizer Großbank UBS erhöhte ihr Kursziel für Gold bis Ende März 2026 um 100 US-Dollar auf 3.600 US-Dollar je Feinunze. Als Gründe nannte das Institut anhaltende makroökonomische Risiken in den USA, den Rückgang der weltweiten Dollarnutzung sowie eine starke Nachfrage nach Gold als Anlageform.

Neben Gold entwickelten sich auch andere Edelmetalle uneinheitlich. Silber gab um 0,3 Prozent auf 37,88 US-Dollar je Feinunze nach, Platin fiel um 0,1 Prozent auf 1.321,58 US-Dollar. Deutlicher schwächer zeigte sich Palladium, das 1,1 Prozent verlor und bei 1.110,53 US-Dollar notierte.

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