ANZEIGE

Goldpreis bleibt nahe Dreiwochentief trotz Erholung

Starker Dollar und Fed-Symposium bestimmen Anlegerstimmung, geopolitische Entwicklungen im Fokus

2 Min
Goldpreis bleibt nahe Dreiwochentief trotz Erholung

Der Goldpreis hat sich zur Wochenmitte leicht erholt, bleibt jedoch in der Nähe eines Dreiwochentiefs. Grund dafür ist die anhaltende Stärke des US-Dollars, die das Edelmetall für Käufer außerhalb des Dollar-Raums verteuert. Anleger richten ihren Blick auf das Symposium der US-Notenbank in Jackson Hole, das Ende der Woche beginnt und möglicherweise Hinweise auf den künftigen Kurs der Geldpolitik geben wird.

Am Morgen notierte der Spotpreis für Gold mit einem Plus von 0,2 Prozent bei 3.321,83 Dollar je Unze, nachdem er zuvor auf den niedrigsten Stand seit dem 1. August gefallen war. Die US-Goldfutures für Dezember-Lieferung legten ebenfalls um 0,2 Prozent zu und erreichten 3.364,30 Dollar. Laut Marktanalysten drückt die Kombination aus einem stärkeren Dollar und einer gestiegenen Risikobereitschaft infolge geopolitischer Entwicklungen auf die Nachfrage nach Gold.

Der Dollar-Index stieg auf den höchsten Wert seit mehr als einer Woche. Für Investoren, die mit anderen Währungen handeln, verteuert dies den Erwerb des Edelmetalls. Im Mittelpunkt des Interesses steht daher die Rede von Notenbankchef Jerome Powell am Freitag in Jackson Hole. Marktteilnehmer erhoffen sich daraus Anhaltspunkte für den weiteren geldpolitischen Kurs der Federal Reserve. Zusätzliche Aufschlüsse könnten die Protokolle der Zinssitzung vom Juli liefern, die im Laufe des Tages veröffentlicht werden.

Ökonomen von ANZ erklärten, das makroökonomische Umfeld könne sich ab September als stützend für Gold erweisen, da die US-Notenbank voraussichtlich die Zinssenkungen wieder aufnehmen werde. Höhere Zölle würden das Wirtschaftswachstum belasten, zugleich aber die Nachfrage nach Gold als sicherem Hafen stärken. In Zeiten niedriger Zinsen und erhöhter Unsicherheiten profitiert das Edelmetall traditionell von einem verstärkten Anlegerinteresse.

Auf der geopolitischen Bühne sorgten Gespräche zwischen dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und US-Präsident Donald Trump für Aufmerksamkeit. Trump schloss den Einsatz von Bodentruppen in der Ukraine aus, stellte jedoch Luftunterstützung in Aussicht. Selenskyj bewertete die Gespräche mit dem Weißen Haus als wichtigen Schritt in Richtung Frieden und kündigte ein mögliches trilaterales Treffen mit Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin an.

Auch andere Edelmetalle verzeichneten Bewegungen. Silber fiel um 0,5 Prozent auf 37,20 Dollar je Unze, während Platin um 0,6 Prozent auf 1.314,25 Dollar zulegte. Palladium hingegen verlor 0,6 Prozent und lag zuletzt bei 1.108,25 Dollar. Die Entwicklungen an den Rohstoffmärkten spiegeln die Spannung wider, mit der Investoren auf die geldpolitischen Signale aus Jackson Hole warten.

GoldGoldpreisInvestitionenEdelmetalle

Meistgelesene News

  1. Jugendarbeitslosigkeit in China steigt im August auf 18,9 Prozent
  2. Frankfurter Erbpacht-Schock: 1.900 Prozent mehr für Hausbesitzer
  3. Volvo Cars kämpft mit EX60-Produktionsziel und Batterieplänen
  4. BlackRock-Strategin warnt: Fed-Zinsentscheidung ist nicht die entscheidende Frage
  5. Warsteiner verliert Motel One und Sauerland-Stern als Kunden

Disclaimer