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Goldpreis schwankt vor Trump-Putin-Gesprächen

Inflationsdaten und Zinserwartungen belasten Märkte, geopolitische Risiken rücken in den Fokus

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Goldpreis schwankt vor Trump-Putin-Gesprächen

Die Goldpreise haben sich zum Wochenschluss zwar leicht erholt, steuern jedoch insgesamt auf ein Wochenminus zu. Ausschlaggebend für den Rückgang waren die überraschend starken Inflationsdaten aus den USA, die Hoffnungen auf eine baldige Zinssenkung durch die US-Notenbank dämpften. Im Fokus der Märkte steht zugleich das bevorstehende Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, bei dem eine mögliche Waffenruhe im Ukraine-Krieg Thema sein soll.

Der Preis für Spot-Gold stieg am Freitag um 0,2 Prozent auf 3.343,83 US-Dollar je Unze. Auf Wochensicht ergibt sich dennoch ein Rückgang um 1,6 Prozent. Auch die US-Gold-Futures verzeichneten ein Plus von 0,2 Prozent auf 3.390,80 Dollar. Gleichzeitig zeigte sich der US-Dollar schwächer, was Gold für Käufer mit anderen Währungen günstiger macht.

Marktteilnehmer reagierten vor allem auf die am Donnerstag veröffentlichten Erzeugerpreise aus den Vereinigten Staaten. Diese stiegen im Juli so stark wie seit drei Jahren nicht mehr. In der Folge reduzierte sich die Wahrscheinlichkeit einer deutlichen Zinssenkung im September. Derzeit erwarten Händler mit 92,6-prozentiger Wahrscheinlichkeit eine Reduzierung des Leitzinses um 25 Basispunkte. Vor den Inflationsdaten galt ein solcher Schritt als nahezu sicher, während eine stärkere Zinssenkung inzwischen nahezu ausgeschlossen wird.

Der Goldpreis war nach Veröffentlichung der Daten zunächst gefallen und hatte den Handelstag mit einem Minus von 0,6 Prozent beendet. Laut Analysten könnte es für Gold noch unruhiger werden, je nachdem, wie das Gipfeltreffen zwischen Trump und Putin auf dem ehemaligen Luftwaffenstützpunkt in Alaska verläuft. Im Raum steht eine mögliche Einigung über eine Feuerpause im Ukraine-Konflikt.

Trotz des Rückgangs sehen Marktbeobachter weiterhin ein grundsätzlich positives Umfeld für Gold. Eine Kombination aus geopolitischen Spannungen, einer möglichen Abschwächung der Weltwirtschaft, weiteren geldpolitischen Lockerungen in den USA und einem tendenziell schwächeren Dollar stützt die Nachfrage nach dem Edelmetall.

Auch andere Edelmetalle verzeichneten am Freitag Kursverluste. Der Silberpreis fiel um 0,4 Prozent auf 37,85 US-Dollar pro Unze und lag damit auf Wochensicht über ein Prozent im Minus. Platin verbilligte sich um ein Prozent auf 1.344,14 Dollar. Palladium verlor sogar 2,3 Prozent und wurde zuletzt mit 1.119,37 Dollar je Unze gehandelt.

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