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Goldpreis stabil vor Fed-Symposium

Anleger erwarten Powells Rede, während Trump Druck auf Notenbank erhöht

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Goldpreis stabil vor Fed-Symposium

Gold bewegte sich am Donnerstag kaum, da Anleger auf Signale zur geldpolitischen Ausrichtung der US-Notenbank warteten. Hintergrund ist das jährliche Wirtschaftssymposium in Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming, das am Donnerstag beginnt. Der Preis für Spotgold lag zuletzt 0,2 Prozent niedriger bei 3.339,97 Dollar je Feinunze. Auch die US-Goldfutures für die Lieferung im Dezember gaben um 0,2 Prozent nach und notierten bei 3.382,40 Dollar.

Der Dollar-Index legte zeitgleich um 0,1 Prozent zu, was Gold für Käufer außerhalb der Vereinigten Staaten verteuerte. Anleger richten ihren Blick nun auf die Rede von Fed-Chef Jerome Powell, der am Freitag auf dem Symposium eine Grundsatzrede halten soll. Erwartet wird, dass er entweder den Arbeitsmarkt stärker in den Fokus rückt oder Maßnahmen gegen die anhaltenden Inflationsrisiken hervorhebt.

Marktteilnehmer gehen derzeit davon aus, dass sich der Goldpreis in einer Phase der Konsolidierung befindet. Brian Lan, Geschäftsführer von GoldSilver Central in Singapur, erklärte, ein deutlicher Anstieg sei momentan nicht zu erwarten. Sollte die US-Notenbank die Zinsen leicht senken, könne Gold möglicherweise die Marke von 3.400 Dollar erreichen. Bleibt eine Lockerung aus, sei ein weiterer Seitwärtstrend wahrscheinlich, der Kurs könnte sich auch leicht in Richtung 3.300 Dollar bewegen.

Aus den Protokollen der Fed geht hervor, dass nahezu alle Entscheidungsträger zuletzt für ein unverändertes Zinsniveau gestimmt hatten. Lediglich Vizechefin Michelle Bowman und Gouverneur Christopher Waller hatten sich für eine Senkung um einen Viertelpunkt ausgesprochen, um Schwächen am Arbeitsmarkt abzufedern. Allerdings fanden sie damit keine breite Unterstützung. Seit Dezember hat die Fed die Zinsen nicht mehr verändert. Laut dem FedWatch-Tool der CME Group liegt die Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung im September bei 85 Prozent.

Gold profitiert in der Regel von Phasen niedriger Zinsen und von unsicheren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Politisch sorgte US-Präsident Donald Trump für Schlagzeilen, indem er den Rücktritt von Fed-Gouverneurin Lisa Cook forderte. Hintergrund sind Vorwürfe im Zusammenhang mit Hypotheken in Michigan und Georgia. Mit dieser Forderung verstärkt Trump seine Bemühungen, Einfluss auf die Zentralbank zu gewinnen.

Parallel dazu erklärte Russland, dass alle Versuche, sicherheitspolitische Fragen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine ohne Beteiligung Moskaus zu lösen, in eine Sackgasse führen würden.

Auch andere Edelmetalle standen unter Druck. Der Silberpreis fiel um 0,1 Prozent auf 37,85 Dollar je Feinunze. Platin verbilligte sich um 0,4 Prozent auf 1.334,58 Dollar, während Palladium 0,5 Prozent auf 1.108,84 Dollar verlor.

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