ANZEIGE

Ölpreise fallen fünften Tag in Folge – Iran signalisiert Verhandlungsbereitschaft

Brent-Öl gibt weiter nach: Iranische Signale auf Entspannung setzen die Ölpreise unter Druck.

2 Min
Ölpreise fallen fünften Tag in Folge – Iran signalisiert Verhandlungsbereitschaft

Die Ölpreise sind am Mittwoch erneut gefallen und setzen damit ihren Abwärtstrend fort. Die europäische Referenzsorte Brent aus der Nordsee verbilligte sich zur Wochenmitte bereits den fünften Handelstag in Folge. Ein Barrel (159 Liter) wurde zuletzt bei 99,49 US-Dollar gehandelt – das entspricht einem Rückgang von fast einem Prozent gegenüber dem Vortag. Zwischenzeitlich fiel der Preis sogar auf ein Tagestief von 98,68 Dollar.

Für den anhaltenden Preisdruck sorgen offenbar neue Signale aus dem Iran. Der Nachrichtensender Al Jazeera berichtet, dass die Iranische Revolutionsgarde im Konflikt mit den USA Verhandlungsbereitschaft angedeutet haben soll – allerdings nur unter der Bedingung, dass dies erforderlich sein sollte.

Neue Hoffnung auf diplomatische Lösung

Zusätzlich meldete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo, dass der Iran angeboten habe, die strategisch wichtige Straße von Hormus innerhalb von sieben Tagen wieder zu öffnen. Voraussetzung dafür sei die Aufhebung der amerikanischen Blockade. Der Vorschlag soll demnach als Grundlage für Gespräche mit Vermittlerstaaten am Rande der UN-Generalversammlung dienen. Offenbar versucht Teheran damit, die festgefahrene Situation in dem Konflikt zu überwinden.

Bemerkenswert ist die Entwicklung auch vor dem Hintergrund des frühen Handels: Zunächst war der Preis für Rohöl der Sorte Brent mit Lieferung im November noch um mehr als ein Prozent gestiegen. Marktbeobachter werteten dies als Gegenreaktion, nachdem zuvor die Hoffnung auf Fortschritte bei einer diplomatischen Lösung die Ölpreise belastet hatte.

Trump-Rede und mögliches Treffen im Fokus

Im weiteren Tagesverlauf richten sich die Blicke der Marktteilnehmer auf New York. Dort ist eine Rede von US-Präsident Donald Trump vor der UN-Generalversammlung geplant. Darüber hinaus könnte Trump am Rande der Veranstaltung auf seinen iranischen Amtskollegen Masoud Pezeshkian treffen – ein mögliches Treffen, das die Märkte weiter bewegen dürfte.

Die jüngste Entspannung folgt auf eine Phase erheblicher Preisaufschläge: Die Sorge über die Folgen einer längeren Blockade von Öllieferungen durch die Straße von Hormus hatte den Brent-Preis in der vergangenen Woche noch zeitweise bis an die Marke von 110 Dollar getrieben. Seit Beginn des Jahres hat der Iran-Krieg den Rohstoff um mehr als 60 Prozent verteuert.

Für Anleger bleibt die Lage damit angespannt: Die geopolitischen Risiken sind weiterhin hoch, auch wenn die jüngsten Signale aus Teheran Hoffnung auf eine Deeskalation machen. Ob sich der Abwärtstrend bei den Ölpreisen nachhaltig fortsetzt, hängt maßgeblich von den Entwicklungen am Rande der UN-Generalversammlung und möglichen konkreten Schritten des Iran ab.

ÖlpreisBrentIranStraße Von HormusRohölUn-GeneralversammlungGeopolitikEnergie

Meistgelesene News

  1. Volvo Cars kämpft mit EX60-Produktionsziel und Batterieplänen
  2. Jugendarbeitslosigkeit in China steigt im August auf 18,9 Prozent
  3. BlackRock-Strategin warnt: Fed-Zinsentscheidung ist nicht die entscheidende Frage
  4. Frankfurter Erbpacht-Schock: 1.900 Prozent mehr für Hausbesitzer
  5. Iran-Kriegsende droht: Insider kaufen trotz Ölpreis-Risiko Energieaktien

Disclaimer