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Nissan investiert 170 Millionen Pfund in Hybrid-SUV in Sunderland

Neuer Kicks-Hybrid sichert Zukunft des größten britischen Autowerks mit 6.000 Beschäftigten.

2 Min
Nissan investiert 170 Millionen Pfund in Hybrid-SUV in Sunderland

Nissan investiert 170 Millionen Pfund in den Bau eines neuen Hybrid-SUV in seinem Werk im britischen Sunderland. Der japanische Autohersteller will mit dem vierten Modell – dem Kicks – die langfristige Zukunft des größten britischen Automobilwerks sichern, in dem rund 6.000 Menschen beschäftigt sind.

Die Aufnahme des Kicks erfolgt parallel zu den Plänen, die Produktion mit dem chinesischen Hersteller Chery zu teilen. Ziel ist es, die Auslastung des Werks zu steigern, die derzeit bei etwa 50 Prozent liegt. Laut einer mit den Vorgängen vertrauten Person soll die Einführung des Kicks die Produktionskapazität in Sunderland um bis zu 50.000 Fahrzeuge erhöhen.

Politische Unterstützung und wirtschaftlicher Rückenwind

„Die Entscheidung, dieses neue Modell in Sunderland zu fertigen, ist ein enormes Vertrauensvotum für die britische Fertigungs- und Automobilindustrie“, sagte der britische Wirtschaftsminister Jonathan Reynolds. Die neuen Investitionen von Nissan sind ein Aufschwung für die britische Automobilindustrie, die unter dem Druck höherer US-Zölle, steigender Energiekosten und des Wettbewerbs durch chinesische Konkurrenten steht.

Nissan ist einer der größten Arbeitgeber der Automobilindustrie in Großbritannien. In Sunderland werden bereits die Modelle Qashqai, Juke und Leaf produziert. Der neue Kicks wird von Nissans „e-Power“-Hybridsystem angetrieben. Anders als herkömmliche Hybride, die zwischen einem Verbrennungsmotor und einem batteriebetriebenen Elektromotor wechseln, betreibt der e-Power-Motor einen Generator, der die Batterie auflädt. Dies sei energieeffizienter, so der Autohersteller.

Herausforderungen durch chinesische Konkurrenz

Nissan hat in Europa nach dem Aufkommen harter Konkurrenz durch chinesische Rivalen zu kämpfen. Der Marktanteil von Nissan in der Region und im Vereinigten Königreich fiel im ersten Halbjahr auf 2,1 Prozent – niedriger als der von BYD mit 2,4 Prozent. Die Verkäufe gingen gegenüber dem Vorjahr um 10 Prozent zurück, wie die europäische Automobilwirtschaftsvereinigung ACEA mitteilte.

Die japanische Gruppe hat mit Chery eine nicht bindende Absichtserklärung für eine Produktionspartnerschaft unterzeichnet, jedoch noch keinen formellen Vertrag abgeschlossen. Personen, die den Gesprächen nahe stehen, sagten, dass das Geschäft weiterhin voranschreite. Es wird erwartet, dass der Eigentümer von Omoda und Jaecoo drei Modelle in Sunderland bauen werde.

Weitere positive Signale für britische Autoindustrie

Auch der britische Supersportwagenhersteller McLaren plant, im Rahmen einer Investition von 450 Millionen Pfund in sein Technologiezentrum in Woking und andere Ingenieurstandorte 1.000 Arbeitsplätze in Großbritannien zu schaffen. Nächste Woche wird Nissan zudem einen kleinen Elektroauto für Europa namens Pixo vorstellen, um die schwachen Verkaufszahlen wiederzubeleben.

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