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GM stattet Chevy und GMC mit neuer Smartphone-ähnlicher Software aus

Ab Ende 2026 bringen Silverado und Sierra ein digitales Cockpit mit proaktiver Steuerung.

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GM stattet Chevy und GMC mit neuer Smartphone-ähnlicher Software aus

General Motors (GM) stattet seine neu gestalteten Pick-up-Modelle Chevrolet Silverado und GMC Sierra ab Ende dieses Jahres mit einer völlig neuen Softwarelösung für Fahrzeuginformation und Unterhaltung aus. Der Detroiter Automobilkonzern verspricht eine Benutzeroberfläche, die in Komfort und Anpassungsmöglichkeiten an ein Smartphone erinnert.

Die Ankündigung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Fahrzeuge zunehmend digitalisiert werden. GM hat zudem seine organisatorischen Prozesse überarbeitet und die digitalen Erlebnisoperationen unter die Leitung des Designs statt der Software gestellt. Angeführt wird dieser Bereich von Sebastian Bauer, einem ehemaligen Executive von Apple und Google.

Proaktive Steuerung statt Menü-Dschungel

Ein zentrales Merkmal des neuen Systems ist die proaktive Anzeige relevanter Steuerelemente. Fahrer müssen nicht länger mehrere Bildschirme oder Menüs durchgehen, um bestimmte Funktionen zu erreichen. Das System erkennt kontextabhängig, was der Fahrer benötigt – sei es das Öffnen oder Schließen einer Garagentür, das Annehmen eines Anrufs oder andere alltägliche Aktionen.

Das Update bringt auch das bedeutendste visuelle Upgrade für das fortschrittliche Fahrerassistenzsystem Super Cruise von GM mit sich. Künftig werden Objekte wie andere Fahrzeuge oder Fußgänger auf dem Bildschirm des Fahrerclusters dargestellt. Das "hands-free"-System bot zuvor keine solche Umgebungsdarstellung, wie sie viele andere Nicht-GM-Fahrzeuge bereits bieten.

Apple CarPlay und Android Auto: Ein neuer Ansatz

Ein weiteres großes Update betrifft die Interoperabilität mit den Telefonprojektionssystemen Apple CarPlay und Android Auto. Bisher übernahmen diese Systeme oft den gesamten Bildschirm, was die Rückkehr zu anderen Fahrzeugfunktionen erschwerte. GM löst dieses Problem, indem die Drittanbieter-Systeme künftig nur noch auf einem Teil des Bildschirms angezeigt werden. Beide Systeme können so parallel und nach Bedarf des Fahrers funktionieren.

Die Probleme mit Drittanbieterprogrammen sind in der Branche bekannt. Die J. D. Powers 2026 U.S. Vehicle Dependability Study ergab, dass Infotainment und Konnektivität weiterhin die am wenigsten zuverlässigen Teile von Fahrzeugen in der gesamten US-Automobilindustrie sind.

GM hat angekündigt, dass das neue System voraussichtlich "über das breitere Portfolio" der Fahrzeuge des Unternehmens ausgerollt wird. Einen genauen Zeitplan für die Ausweitung auf weitere Modelle nannte der Konzern jedoch nicht. Für deutsche Autofahrer ist die Entwicklung dennoch interessant: GM-Modelle wie der Cadillac Lyriq oder der Hummer EV sind auch auf dem europäischen Markt erhältlich, und die neue Softwarestrategie könnte langfristig auch hierzulande Einzug halten.

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