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Nikkei steigt um 1,8 Prozent, angeführt von Chip-Aktien

Der japanische Leitindex Nikkei legt zum Wochenstart 1,8 Prozent zu — getrieben von Chip-Werten nach mehrtägiger Handelspause.

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Nikkei steigt um 1,8 Prozent, angeführt von Chip-Aktien

Die japanischen Aktienmärkte sind mit Gewinnen in die neue Handelswoche gestartet. Der Nikkei-Aktienindex notierte zuletzt 1,8 Prozent höher bei 66.189,99 Punkten. Angeführt wurden die Kursgewinne von chipbezogenen Werten. Zuvor hatte Japan von Montag bis Mittwoch Feiertage, der Handel ruhte entsprechend.

Zu den stärksten Einzelwerten zählte Ibiden mit einem Kursplus von 14 Prozent. Die SoftBank Group verzeichnete einen Anstieg von 7,0 Prozent. Auch Kioxia Holdings mit dem Ticker 285A legte zu und signalisierte ein Plus von 3,7 Prozent. Damit setzten sich die chipnahen Titel klar an die Spitze des Marktes.

Am Devisenmarkt notierte der US-Dollar bei 158,21 Yen. Am Mittwochabend (17:00 Uhr Eastern Time) hatte die US-Währung noch bei 158,31 Yen gestanden. Der Yen gab damit im Vergleich zum Dollar leicht nach.

Anleger blicken auf US-China-Gipfel und Rohöl

Die Anleger konzentrieren sich nach Angaben aus dem Handel auf mehrere globale Faktoren. Im Fokus stehen das Gipfeltreffen zwischen den USA und China, die Rohölpreise sowie die Renditen von Staatsanleihen. Diese drei Größen gelten als wichtige Taktgeber für die Stimmung an den asiatischen Märkten.

Der Nikkei-Aktienindex gilt als wichtigster Gradmesser für die Verfassung des japanischen Aktienmarktes. Er bündelt eine Auswahl großer börsennotierter Unternehmen und dient Anlegern weltweit als Indikator für eine der größten Volkswirtschaften der Welt. Bewegungen bei Schwergewichten aus dem Technologiesektor schlagen sich daher überproportional im Index nieder.

Für deutsche Anleger ist die Entwicklung in Tokio vor allem deshalb relevant, weil Japan ein zentraler Standort der globalen Halbleiterlieferkette ist. Chip-Aktien reagieren traditionell sensibel auf Nachrichten zur weltweiten Nachfrage, zu Handelskonflikten und zur Zinspolitik. Ein Gipfeltreffen zwischen den USA und China wird an den Märkten daher besonders aufmerksam verfolgt, da beide Länder zu den größten Volkswirtschaften zählen.

Auch die Rohölpreise spielen eine Rolle, da sie die Kostenstruktur vieler Industrieunternehmen beeinflussen. Steigende oder fallende Ölnotierungen wirken sich auf Inflationserwartungen und damit indirekt auf die Geldpolitik aus. Die Renditen von Staatsanleihen wiederum geben Hinweise auf die Erwartungen der Anleger an Zinsen und Konjunktur.

Der Nikkei profitierte zum Wochenstart von der breiten Erholung der Technologiewerte. Nach der mehrtägigen Handelspause in Japan mussten die Märkte zunächst die internationalen Entwicklungen der vergangenen Tage verarbeiten. Dass die chipbezogenen Titel dabei die Führung übernahmen, unterstreicht ihre Bedeutung für den japanischen Leitindex.

Ob die Gewinne Bestand haben, hängt maßgeblich von den weiteren Signalen aus Washington und Peking ab. Auch die Entwicklung an den Rohstoff- und Anleihemärkten dürfte die Richtung vorgeben. Für Anleger bleibt die Lage damit von globalen Faktoren geprägt, die sich kurzfristig schnell ändern können.

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