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Morgan Stanley erwartet nun doch Fed-Zinserhöhung am Mittwoch

Wall-Street-Bank schließt sich Goldman Sachs an und revidiert ihre Zinsprognose für die US-Notenbank.

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Morgan Stanley erwartet nun doch Fed-Zinserhöhung am Mittwoch

Die Zinserwartungen an der Wall Street haben sich kurz vor der entscheidenden Sitzung der US-Notenbank dramatisch verschoben. Morgan Stanley, bislang einer der letzten großen Verfechter einer Zinspause, hat seine Prognose geändert und rechnet nun mit einer Zinserhöhung durch die Federal Reserve am Mittwoch.

Der Schritt erfolgte am späten Montag und ist bemerkenswert, denn noch zuvor ging das Federal Open Market Committee (FOMC) nach Einschätzung der Bank davon aus, die Zinsen unverändert zu lassen. Mit der Revision schließt sich Morgan Stanley seinem Wall-Street-Rivalen Goldman Sachs an, der bereits zuvor einen Kurswechsel vollzogen hatte.

Damit brechen die letzten großen Widerstände an der Wall Street gegen die Erwartung einer Zinserhöhung weg. Die plötzliche Kehrtwende zweier der einflussreichsten Investmentbanken der Welt signalisiert, dass der Markt nun fest mit einer strafferen Geldpolitik rechnet.

Hintergrund des Prognosewechsels

Die Anpassung der Zinsprognose durch Morgan Stanley ist ein starkes Signal an die Finanzmärkte. Wenn selbst die zuvor vorsichtigeren Banken nun von einer Erhöhung ausgehen, steigt der Druck auf die Fed, diesen Erwartungen zu entsprechen.

Goldman Sachs hatte bereits in den Tagen zuvor seine Prognose geändert und eine Zinserhöhung für wahrscheinlicher gehalten. Mit Morgan Stanley folgt nun das nächste Schwergewicht der Branche. Die Frage ist nicht mehr ob, sondern wie stark die Fed die Zinsen anheben wird.

Die US-Notenbank kämpft seit Monaten mit anhaltend hoher Inflation, die sich als hartnäckiger erweist als ursprünglich angenommen. Die jüngsten Konjunkturdaten haben die Erwartung gestützt, dass die Fed ihren restriktiven Kurs fortsetzen muss.

Auswirkungen auf die Märkte

Für Anleger bedeutet die geänderte Prognose eine Neubewertung der Lage. Eine Zinserhöhung würde die Kreditkosten weiter verteuern und könnte insbesondere wachstumsstarke Technologieaktien belasten. Gleichzeitig könnte ein entschlossenes Signal der Fed das Vertrauen in ihre Inflationsbekämpfung stärken.

Die Finanzmärkte werden die Entscheidung des FOMC am Mittwoch mit großer Spannung erwarten. Sollte die Fed tatsächlich die Zinsen anheben, wäre dies eine Bestätigung des nun von Morgan Stanley und Goldman Sachs erwarteten Szenarios.

Beobachter weisen darauf hin, dass die Kehrtwende der Wall-Street-Banken auch zeigt, wie schwierig die Prognose des geldpolitischen Kurses derzeit ist. Die Unsicherheit bleibt hoch, und die Märkte müssen sich auf weitere Überraschungen einstellen.

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