Mehr Pannen auf deutschen Straßen
Ältere Autos, kalte Winter und steigende Einsätze für den ADAC

Die Pannenhelfer des ADAC waren im vergangenen Jahr stark gefordert. Über 3,6 Millionen Mal rückten sie aus, um Autofahrern in Not zu helfen. Das bedeutet einen Anstieg von etwa 102.100 Einsätzen im Vergleich zum Vorjahr, was einer Zunahme von 2,9 Prozent entspricht. Eine der Hauptursachen für die gestiegene Zahl der Einsätze ist das zunehmende Alter der Fahrzeuge. Laut Kraftfahrt-Bundesamt lag das Durchschnittsalter der zugelassenen Pkw in Deutschland zum 1. Januar bei 10,6 Jahren. Bis 2021 war dieser Wert noch unter zehn Jahren. Auch die Mitgliederzahl des ADAC ist in den vergangenen Jahren weiter gewachsen.
Die häufigste Ursache für eine Panne war erneut die Batterie. In fast 45 Prozent der Fälle war sie der Grund für den Ausfall des Fahrzeugs. Probleme mit dem Motor und defekte Sensoren waren in 22 Prozent der Einsätze ursächlich. Besonders hoch war das Pannenaufkommen an extrem kalten Tagen. Der ADAC verzeichnete am 9. Januar einen Rekordtag mit 19.714 Einsätzen. An diesem Tag lagen die Temperaturen laut Deutschem Wetterdienst ganztägig unter dem Gefrierpunkt. In der Nacht sanken sie in einigen Regionen auf bis zu -17 Grad Celsius.
Auch Elektrofahrzeuge blieben von Pannen nicht verschont. Obwohl sie nur etwa zwei Prozent der zugelassenen Pkw in Deutschland ausmachen, riefen deren Fahrer den ADAC im vergangenen Jahr rund 43.700 Mal um Hilfe. Dies entspricht einem Anteil von 1,2 Prozent aller Einsätze. Besonders auffällig war der Anstieg der Pannenhilfen für Elektroautos: Im Vergleich zu 2023 stieg die Zahl der Einsätze um 46 Prozent. Die häufigste Ursache war auch hier die Batterie.
Neben Autofahrern rufen zunehmend auch Fahrradfahrer den ADAC zur Hilfe. Im vergangenen Jahr kam es zu etwa 17.000 Einsätzen für Radfahrer, was einem Anstieg von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. In rund zwei Dritteln der Fälle war ein platter Reifen der Grund für die Pannenhilfe.
