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Volkswagen verkauft mehr Currywürste als Autos

Rekordabsatz 2024 trotz Krise in der deutschen Automobilindustrie

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Volkswagen verkauft mehr Currywürste als Autos

Volkswagen hat im Jahr 2024 mehr Currywürste verkauft als Fahrzeuge seiner Kernmarke VW. Insgesamt wurden 8,552 Millionen der unternehmenseigenen Würste abgesetzt, während der Fahrzeugabsatz mit VW-Logo bei 5,2 Millionen lag. Dies teilte der Betriebsrat in einem Intranet-Beitrag mit, dessen Angaben von einer Konzernsprecherin bestätigt wurden. Damit übertraf die Verkaufszahl der Currywurst den bisherigen Rekord aus dem Jahr 2023 um rund 200.000 Stück. Personalvorstand Gunnar Kilian bezeichnete dies in einem LinkedIn-Post als neuen Meilenstein und kündigte weitere Varianten des Produkts an.

Die VW-Currywurst wird seit 1973 hergestellt und zählt seit Jahrzehnten zu den bekanntesten Betriebskantinen-Gerichten. Neben der klassischen Variante, die sich im Jahr 2024 über sechs Millionen Mal verkaufte, trugen auch neue Produkte zum Rekordabsatz bei. Eine 2021 eingeführte Hot-Dog-Wurst verzeichnete allein über zwei Millionen verkaufte Einheiten. Bereits 2019 hatte der Absatz der Currywurst sieben Millionen Stück erreicht, bevor die Verkaufszahlen während der Pandemiejahre 2020 und 2021 leicht zurückgingen. Die Wurst wird in der werkseigenen Fleischerei der Volkswagen Service Factory hergestellt und ist auch in Supermärkten in Niedersachsen erhältlich.

Der Rekordabsatz der Currywurst steht im Kontrast zur Absatzentwicklung der Volkswagen Group insgesamt. Die Verkaufszahlen aller Konzernmarken beliefen sich 2024 auf 9,03 Millionen Fahrzeuge, was einem Rückgang von 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die gesamte deutsche Automobilindustrie befindet sich in einer schwierigen Lage. Gewinnrückgänge, Stellenabbau und Produktionsanpassungen prägen die aktuellen Entwicklungen der Branche. Währenddessen bleibt die VW-Currywurst ein wirtschaftlich erfolgreiches Nebenprodukt des Konzerns.

Besondere Aufmerksamkeit erhielt die Currywurst im Jahr 2021, als sie aus einer VW-Kantine in Wolfsburg verbannt wurde. Dies führte zu einer breiten öffentlichen Diskussion über Fleischkonsum in Unternehmen. Altkanzler Gerhard Schröder, ein bekennender Fan des Produkts, kritisierte die Entscheidung damals scharf und bezeichnete die Wurst als „Kraftriegel der Facharbeiterin und des Facharbeiters in der Produktion“. Zwei Jahre später nahm Volkswagen die Currywurst in der betroffenen Kantine wieder ins Angebot auf. In den übrigen mehr als 30 Kantinen und Kiosken des Werks war sie währenddessen durchgängig erhältlich geblieben.

VolkswagenCurrywurstHandel

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