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VW mit deutlichem Gewinneinbruch und Sparmaßnahmen

Rückgang in China, Stellenabbau und gekürzte Dividende belasten den Konzern

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VW mit deutlichem Gewinneinbruch und Sparmaßnahmen

Der Volkswagen-Konzern hat im vergangenen Jahr einen deutlichen Gewinneinbruch verzeichnet. Der Nettogewinn sank um 30,6 Prozent auf 12,4 Milliarden Euro. Grund dafür waren unter anderem der starke Wettbewerb in China sowie hohe Umbaukosten. Trotz des Gewinnrückgangs stieg der Umsatz des Unternehmens um knapp ein Prozent auf 324,7 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis ging um gut 15 Prozent auf 19,1 Milliarden Euro zurück, was einer Marge von 5,9 Prozent entspricht. Im Vorjahr lag diese noch bei 7,0 Prozent.

Besonders die Entwicklung in China belastete das Unternehmen. Der einstige Hauptgewinnbringer lieferte ein deutlich schwächeres Ergebnis als in den Vorjahren. Zudem schlugen hohe Kosten, etwa für die Schließung des Audi-Werks in Brüssel, zu Buche. Auch der harte Wettbewerb im chinesischen Markt machte sich negativ bemerkbar. Trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen erhalten die Tarifbeschäftigten von Volkswagen eine Gewinnbeteiligung für das vergangene Jahr. Die Prämie beträgt insgesamt 4.799,50 Euro pro Person. Die ersten 1.879,50 Euro wurden bereits ausgezahlt, die verbleibenden 2.920 Euro folgen mit dem Mai-Gehalt. Damit fällt die Prämie sogar etwas höher aus als im Vorjahr, als 4.735 Euro pro Mitarbeiter gezahlt wurden. In Zukunft müssen sich die Beschäftigten jedoch auf eine geringere Gewinnbeteiligung einstellen. Ab 2026 bleibt nur noch die fixe Vorauszahlung von knapp 1.900 Euro bestehen.

Auch der Vorstand von Volkswagen ist von den Einsparmaßnahmen betroffen. Konzernchef Oliver Blume und die übrigen Vorstandsmitglieder verzichten in den Jahren 2025 und 2026 auf elf Prozent ihrer Bezüge. Dieser Schritt wurde vom Aufsichtsrat bestätigt. In den darauffolgenden Jahren sollen die Gehälter schrittweise wieder angehoben werden. Im Jahr 2027 wird der Abschlag noch 8,5 Prozent betragen, 2028 sinkt er auf 6,5 Prozent, 2029 auf 5,5 Prozent. Ab dem Jahr 2030 kehrt Volkswagen zur bisherigen Vergütungshöhe zurück. Auch die Aktionäre müssen mit finanziellen Einschnitten rechnen. Die Dividende wird um 30 Prozent auf 6,36 Euro je Vorzugsaktie gesenkt. Die Nachricht sorgte an der Börse für Kursverluste. Vorbörslich gaben die VW-Aktien um rund vier Prozent nach.

Um die finanzielle Lage des Konzerns zu stabilisieren, plant Volkswagen eine deutliche Reduzierung der Investitionen. Bis 2029 sollen 165 Milliarden Euro in neue Technik, Software und Anlagen investiert werden. Dabei setzt das Unternehmen verstärkt auf Partnerschaften, unter anderem mit dem US-Elektroautoanbieter Rivian. Zudem sollen die Investitionen in Verbrennungsmotoren schrittweise zurückgefahren werden. Dennoch will der Konzern flexibel bleiben, um verschiedene Antriebsarten anbieten zu können. Volkswagen hatte bereits angekündigt, bis 2030 in Deutschland rund 35.000 Stellen abzubauen. Der Hochlauf der Batteriesparte soll an die Marktentwicklung angepasst werden, da die Nachfrage nach Elektroautos langsamer wächst als erwartet.

Trotz der schwierigen Marktlage rechnet Volkswagen für das laufende Jahr mit einem Umsatzwachstum. Die Erlöse sollen um bis zu fünf Prozent steigen. Die operative Umsatzrendite wird voraussichtlich zwischen 5,5 und 6,5 Prozent liegen, was etwa dem Niveau des Vorjahres entspricht.

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